Der Handelskonzern Metro
Nach Darstellung der Metro AG ist noch keine Entscheidung zur Zukunft von Real gefallen. Bereits vor längerer Zeit hatte der Vorstand erklärt, dass es verschiedene Optionen für Real gebe. "Wir stehen nach wie vor allen theoretischen Szenarien offen gegenüber, von Verkauf über Teilverkauf bis hin zum vollständigen, langfristigen Verbleib im Konzern", erklärte ein Metro-Sprecher auf Anfrage. Real sei wieder ein Geschäft mit Potenzial, das mittelfristig die angepeilte Rendite von 2 bis 3 Prozent erzielen könne. "Deshalb ist unsere Priorität bei Real, das Geschäft weiter zu entwickeln und das vorhandene Entwicklungspotenzial zu heben", erläuterte der Sprecher. Auchan wollte sich auf Anfrage zunächst nicht zu dem Bericht äußern.
Real verzeichnete 2011 einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. Fast drei Viertel des Umsatzes von Real entfällt auf Deutschland, nur ein gutes Viertel auf Osteuropa. Der operative Gewinn von Real sank 2011 um 11 Millionen auf 94 Millionen Euro. Der Lebensmittelhändler hat 426 Filialen (Stand Ende 2011) in sechs Ländern, darunter 316 in Deutschland. Real beschäftigte Ende 2011 in Deutschland 38 800 Mitarbeiter, im Ausland waren es 23 700.
Die Schwergewichte im Düsseldorfer Handelskonzern sind die Metro- Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende sowie die Elektronikketten Media Markt und Saturn. Den Verkauf der Warenhauskette Kaufhof legte der neue Vorstandschef Olaf Koch im Januar vorerst auf Eis. Dieses Projekt hatte sein Vorgänger Eckhard Cordes mit Nachdruck verfolgt./vd/DP/edh
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AXC0430 2012-05-15/18:23
