Südwestdeutsche Salzwerke AG:
Südwestdeutsche Salzwerke AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
16.05.2012 12:00
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Südwestdeutsche Salzwerke AG, ISIN DE 000 734660 3
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf
Führende Wirtschaftsforscher prognostizieren im von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Frühjahrsgutachten ein Konjunkturwachstum von 0,9 % für das Jahr 2012. Das Wachstum wird sich nach Ansicht der Ökonomen weiterhin positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken. Als größtes Risiko wird für die wirtschaftliche Erholung die angespannte finanzielle Situation in einigen Euro-Ländern bewertet.
Im bisherigen Geschäftsjahr 2012 war der für den Konzern der Südwestdeutsche Salzwerke AG relevante Salzmarkt insgesamt durch einen Nachfragerückgang geprägt, der insbesondere durch den witterungsbedingt geringeren Bedarf an Auftausalz hervorgerufen wurde. Die Dienstleistungen zur Entsorgung und Verwertung haben sich im Wettbewerb mit anderen nationalen und internationalen Anbietern erfolgreich behauptet. Der Bereich Logistik entwickelte sich erfreulich.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Geschäftsverlauf im bisherigen Geschäftsjahr 2012 moderat dargestellt, er liegt unter den vergleichbaren Werten des Jahres 2011.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Ertragslage
Der konzernweit erzielte Umsatz der Südwestdeutsche Salzwerke AG liegt im ersten Quartal 2012 um 12,2 % unter dem Wert des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Dabei hat insbesondere die witterungsbedingt geringere Nachfrage nach Auftausalz die Gesamtentwicklung maßgeblich beeinflusst.
Auf der Aufwandsseite hat sich der Materialaufwand überproportional zum Umsatz verringert. Der Personalaufwand hat sich insgesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert. Der insbesondere durch eine geringere Auslastung verursachte Rückgang wurde durch Kostensteigerungen aus dem für das Jahr 2012 abgeschlossenen Tarifvertrag teilweise kompensiert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich maßgeblich durch absatzbedingt geringere Transport- und Lagerkosten. Das EBIT (Operatives Ergebnis) und das Ergebnis vor Ertragsteuern lagen unter den Werten im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Finanz- und Vermögenslage
Der operative Cashflow folgte der Entwicklung des operativen Geschäfts und verzeichnete einen deutlichen Rückgang. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit liegt ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Schwerpunkt lag hier auf der Fertigstellung von im Vorjahr begonnenen Projekten.
Die Nettofinanzposition konnte durch eine weitere Rückführung der Finanzverbindlichkeiten und einem deutlichen Anstieg der flüssigen Mittel gegenüber dem 31. Dezember 2011 erheblich verbessert werden.
Bei den langfristigen Vermögenswerten haben sich insbesondere die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen aufgrund planmäßiger Abschreibungen verringert. Der Rückgang im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte ist im Wesentlichen auf geschäftsbedingt gesunkene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Gegenläufig haben sich die liquiden Mittel entwickelt, die einen deutlichen Anstieg verzeichnen.
Geschäftsentwicklung nach Segmenten
Salz
Das Segment Salz konnte im bisherigen Geschäftsverlauf nicht die Werte des vergleichbaren Vorjahreszeitraums 2011 erreichen. Der Umsatz reduzierte sich insgesamt um 14,2 % gegenüber dem Vorjahr, wobei diese Entwicklung maßgeblich durch den witterungsbedingten Verlauf im Geschäftsfeld Auftausalz bestimmt war.
Das im Segment Salz erzielte EBIT (Operatives Ergebnis) liegt geschäftsvolumenabhängig ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahreswert.
Entsorgung
Das Segment Entsorgung erzielte im aktuellen Berichtszeitraum insgesamt einen leicht unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegenden Umsatz. Das EBIT (Operatives Ergebnis) liegt über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums.
Alle sonstigen Segmente
Geschäftsaktivitäten, die weder dem Segment Salz noch dem Segment Entsorgung zugeordnet werden können, sind unter 'Alle sonstigen Segmente' zusammengefasst. Hierzu zählen vor allem die Dienstleistungen der Logistik, die Tourismusaktivitäten sowie die Dienstleistungen im Bereich Technik. Der Umsatz ist im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 23,6 % angestiegen. Ursächlich hierfür war insbesondere eine höhere Nachfrage nach Logistikdienstleistungen. Zudem waren im vergleichbaren Vorjahreszeitraum Beeinträchtigungen der Wasserstraßen zu verzeichnen. Das EBIT (Operatives Ergebnis) hat sich deutlich verbessert und liegt über dem Wert des Vorjahres.
Personal- und Sozialbereich
Die Anzahl der im Konzern der Südwestdeutsche Salzwerke AG beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat sich im Berichtszeitraum gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum geringfügig erhöht.
Entwicklung der Risikosituation
Die Überprüfung der gegenwärtigen Risikosituation ergab, dass sich im Berichtszeitraum die unternehmensspezifische Risikosituation gegenüber der vorherigen Berichtsperiode nicht verändert hat.
Prognosebericht
Der bisherige Geschäftsverlauf zeigt einen verhaltenen Start in das Jahr 2012. Infolge des kalten aber niederschlagsarmen Winters zu Beginn des Jahres erwarten wir für das Geschäftsfeld Auftausalz einen geringeren Frühbezug als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum und gehen für die verbleibenden Quartale von einem durchschnittlichen Winterverlauf aus. Der Umsatz im Segment Salz wird voraussichtlich unter den Werten des Jahres 2011 liegen.
Die Einlagerungsmengen im Segment Entsorgung werden voraussichtlich ebenfalls unter dem Volumen des Vorjahres liegen. Wir gehen - unter der Annahme einer stabilen Preisentwicklung - von einer unter Vorjahresniveau liegenden Umsatzentwicklung für das Jahr 2012 aus.
Die Umsatzentwicklung im Segment 'Alle sonstigen Segmente' wird insbesondere durch die Entwicklung im Bereich Logistik geprägt. Insgesamt rechnen wir unter Berücksichtigung aller in diesem Segment zusammengefasster Bereiche mit einem Umsatz, der unter den vergleichbaren Zahlen des Vorjahres liegen wird.
Unter Einbeziehung aller Segmente erwarten wir für den SWS-Konzern insgesamt einen rückläufigen Umsatz im Jahr 2012.
Alle Segmente des Konzerns stehen unverändert unter hohem Wettbewerbs- und Kostendruck. Unsere hohen kundenorientierten Ansprüche, die Gewährleistung der Verfügbarkeit aller unserer Produktions- und Förderanlagen, verbunden mit hohen bergbauspezifischen Fixkosten, erfordern einen hohen Investitions- und Instandhaltungsbedarf. Vor diesem Hintergrund bilden dabei die permanente Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen, verbunden mit der Optimierung interner Prozesse sowie striktes Kostenmanagement, Schwerpunkte unserer Aktivitäten.
Unter diesen zum heutigen Tag getroffenen Annahmen, erwarten wir für den SWS-Konzern im Jahr 2012 einen Rückgang des EBIT (Operatives Ergebnis).
Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir für unsere Dividendenpolitik ein zufriedenstellendes Ertragsniveau erwirtschaften werden.
Heilbronn, 16. Mai 2012
Südwestdeutsche Salzwerke AG
Der Vorstand
Kai Fischer Hans-Joachim Voss
16.05.2012 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de
Sprache: Deutsch Unternehmen: Südwestdeutsche Salzwerke AG Salzgrund 67 74076 Heilbronn Deutschland Internet: www.salzwerke.de
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ISIN DE0007346603
AXC0146 2012-05-16/12:00
