"Mindener Tageblatt" zu Röttgen/Merkel:
"Mit seinem persönlichen Super-GAU in NRW hat der hochbegabte Musterschüler seine eigene strategische Bedeutung für Angela Merkels Politikangebot gewissermaßen pulverisiert, und das eigenhändig. Dass er die Kanzlerin kurz vor Toresschluss dafür noch in Mithaftung zu ziehen versuchte, mag der letzte schwere Fehler gewesen sein - der einzige in diesem durch und durch verkorksten Wahlkampf war es nicht. Danach war er nicht nur in der Wählerschaft und den ihn als "sprechenden Anzug" verhöhnenden Medien verbrannt, sondern auch innerparteilich. Horst Seehofers öffentlichkeitswirksamem Nachtreten hätte es vermutlich gar nicht mehr bedurft, um der Kanzlerin klarzumachen, dass sie mit Röttgens Verbleib im Kabinett einen nicht mehr satisfaktionsfähigen Negativposten durchzuschleppen gehabt hätte."/DP/he
AXC0004 2012-05-17/05:35
