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MORNING BRIEFING - USA/Asien

=== 

TAGESTHEMA

Die sich belebende Binnennachfrage und höhere Staatsausgaben haben der japanischen Wirtschaft im ersten Quartal einen unerwartet kräftigen Schub gegeben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum Januar bis März um annualisiert 4,1 Prozent und damit stärker als von Experten im Vorfeld mit 3,5 Prozent erwartet. Dass Japan überhaupt so hohe Wachstumsraten erreicht, liegt an der niedrigen Vergleichsbasis des Vorjahres. Da hatten das Erdbeben und der Tsunami viele Lieferketten unterbrochen und die Produktion in zahlreichen Fabriken unmöglich gemacht. 4,1 Prozent Wachstum sind ein Wert, von denen viele entwickelten Länder nur träumen können. So wuchs die US-Wirtschaft im ersten Quartal nur um 2,2 Prozent, und die Eurozone entkam sogar nur knapp einer Rezession. Dagegen kam China auf 8,1 Prozent, aber auch das war der schwächste Wert seit drei Jahren.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):

13:00 US/Wal-Mart Stores Inc, Ergebnis 1Q (1,04)

AUSBLICK KONJUNKTUR

14:30 US/Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
          PROGNOSE: -1.000 auf 366.000 
          zuvor:    -1.000 auf 367.000 
 
16:00 US/Philadelphia-Fed-Index Mai 
          PROGNOSE: +9,3 
          zuvor:    +8,5 
 
16:00 US/Index der Frühindikatoren April 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
          zuvor:    +0,3% gg Vm 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                   Stand   +/- % 
S&P-500-Future       1.330,30  +0,60% 
Nasdaq-Future        2.569,50  +0,47% 
Nikkei-225           8.858,44  +0,65% 
Hang-Seng-Index     19.448,73  +0,98% 
Shanghai-Composite   2.365,08  +0,81% 
Kospi                1.848,89  +0,45% 
S&P/ASX 200          4.159,10  -0,15% 
 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Vor allem Aussagen des Gouverneurs der People's Bank of China sorgen am Donnerstag für leichte Erholungen an den asiatischen Börsenplätzen. Hinzu kommen gute Konjunkturdaten aus Japan. Der Gouverneur der chinesischen Notenbank Zhou Xiaochuan sagte am späten Mittwoch, die Kapitalmärkte benötigten Reformen und neue Instrumente. Hierzu seien zu rechnen Hilfen für den Agrar- und den Hightech-Sektor, für kulturelle Innovationen sowie kleine und mittlere Unternehmen. Zudem sollten die Quoten für ausländische Investitionen allmählich ausgeweitet werden. Unterstützung kommt auch von Daten zum japanischen Bruttoinlandsprodukt, das im ersten Quartal um 4,1 Prozent gewachsen ist. Gründe für das gute Wachstum seien die sich erholende heimische Nachfrage sowie hohe staatliche Investitionen. Volkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 3,5 Prozent gerechnet.

US-NACHBÖRSE

Limited Brands litten am Mittwoch im nachbörslichen Geschäft unter einem enttäuschenden Ausblick. Der Bekleidungseinzelhändler erwartet im zweiten Quartal ein Ergebnis zwischen 0,40 und 0,45 Dollar je Aktie, während Analysten mit 0,50 Dollar gerechnet hatten. Auch beim prognostizierten Jahresergebnis liegt das Unternehmen unter den Schätzungen der Experten. Die Aktie verlor auf nasdaq.com bis 19.58 Uhr 3,5 Prozent auf 46,30 Dollar.

Unterdessen steigerten sich Boyd Gaming bis 19.51 Uhr um 5,2 Prozent auf 7,34 Dollar. Das Unternehmen teilte mit, Peninsula Gaming für 1,45 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Damit will der Hotel- und Casino-Betreiber in den Mittleren Westen und den Süden vorstoßen.

WALL STREET

INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          12.598,55  -0,26   -33,45 
S&P-500        1.324,81  -0,44    -5,85 
Nasdaq-Comp.   2.874,04  -0,68   -19,72 
Nasdaq-100     2.561,56  -0,74   -19,19 
 
                          Vortag 
Umsatz (Aktien) 0,87 Mrd   0,87 Mrd 
Gewinner          990      1.069 
Verlierer       2.051      1.980 
Unverändert       101         92 

Die US-Börsen haben ihre Verlustserie der vergangenen drei Handelstage zur Wochenmitte fortgesetzt. Ein möglicher Austritt Griechenlands aus der Eurozone blieb zentrales Thema und überlagerte besser als erwartet ausgefallene Daten zur US-Industrieproduktion. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank bewegte den Markt kaum. Unter den Einzelwerten zogen die Papiere von General Electric (GE) um 3,3 Prozent an, nachdem der Konzern zwei Zukäufe angekündigt hatte. Auch die Finanzsparte des Konzerns scheint sich zu erholen. J.C. Penney brachen nach enttäuschenden Erstquartalsergebnissen um 19,7 Prozent ein. Nur wenig besser hielten sich Abercrombie & Fitch. Die Bekleidungskette blieb mit den Umsätzen im ersten Quartal und dem Ausblick hinter den Erwartungen, die Aktie fiel um 13 Prozent. Facebook hat das Emissionsvolumen für den bevorstehenden Börsengang kräftig angehoben. Statt 337,4 Millionen wird das Soziale Netzwerk nun 421,2 Millionen Aktien ausgeben.

TREASURYS

Änderung   Rendite 
10-Jährige   99 28/32   +5/32     1,760% 
30-Jährige  101 31/32   +19/32    2,901% 

Die US-Anleihen erholten sich nach den so genannten "Minutes" des Fed, nachdem sie im frühen Handel unter leichten Gewinnmitnahmen gelitten hatten. Die Rendite zehnjähriger Papiere lag im späten Handel bei 1,76 Prozent.

DEVISEN

DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Mi, 9.55 Uhr 
EUR/USD     1,2739  +0,2%     1,2719       1,27028 
EUR/JPY   102,2459  +0,1%   102,1553     102,09882 
USD/JPY    80,2625  -0,1%    80,3300        80,384 
USD/KRW  1162,7500  -0,3%  1166,0500       1166,55 
USD/CNY     6,3222  +0,0%     6,3222        6,3252 
AUD/USD     0,9952  +0,4%     0,9913      0,989155 
 
 

ROHSTOFFE

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex            93,50    92,81             0,74        0,69 
Brent/ICE           109,38   109,75            -0,34       -0,37 

Nachfragesorgen ließen den Ölpreis indes weiter nachgeben. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte WTI sank zum Settlement um 1,2 Prozent auf 92,81 Dollar. Die Rohöl-Lagerbestände der USA sind im Vergleich zur Vorwoche um 2,1 Millionen auf 381,6 Millionen Barrel gestiegen und damit mehr als doppelt so stark wie von Analysten erwartet. Damit sind die Bestände des größten Ölkonsumenten der Welt weiterhin auf dem höchsten Niveau seit über 20 Jahren. Allein in den vergangenen beiden Wochen haben die Preise vor diesem Hintergrund um fast 13 Prozent nachgegeben.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.548,87      1.538,80       +0,7%         +10,07 
Silber (Spot)  27,60         27,18              +1,6%          +0,42 
Platin (Spot)      1.443,75      1.430,20       +0,9%         +13,55 
Kupfer-Future   3,48          3,49              -0,1%          -0,00 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

HANDELSVERLUST BEI J.P. MORGAN STEIGT UM MINDESTENS 50% - PRESSE

Der Investmentskandal bei der US-Bank J.P. Morgan weitet sich anscheinend aus. Der von J.P. Morgan Chase ursprünglich auf gut 2 Milliarden US-Dollar bezifferte Verlust aus Handelswetten sei in den vergangenen Tagen noch einmal um die Hälfte gestiegen, berichtet die New York Times unter Berufung auf ungenannte Quellen.

AKTIONÄRE KLAGEN NACH MILLIARDENVERLUST GEGEN J.P. MORGAN

Das Milliardendebakel der US-Bank J.P. Morgan Chase geht vor Gericht. Am Dienstag haben Aktionäre zwei Klagen gegen das Institut eingereicht. Der Vorwurf: Die Führungsriege der Bank um CEO James Dimon habe Anleger über die Investitionen des Instituts und deren Risiken in die Irre geführt.

KONJUNKTUR JAPAN

Die Kapazitätsauslastung im März stieg revidiert um 1,3 Prozent zum Vormonat.

Die Lagerbestände im März stiegen revidiert um 4,3 Prozent (vorläufig: plus 4,3 Prozent)zum Vormonat.

Die Auslieferungen im März stiegen revidiert um 0,5 Prozent (vorläufig: minus 0,1 Prozent) zum Vormonat.

Die Industrieproduktion im März stieg revidiert um 1,3 Prozent (vorläufig plus 1,0 Prozent) zum Vormonat.

=== 

DJG/kko/raz

(END) Dow Jones Newswires

May 17, 2012 01:33 ET (05:33 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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