Europas Börsen haben ihre ihre
Verluste am Donnerstag bis zum Mittag ausgeweitet. Weil es wegen
eines Feiertags in vielen europäischen Ländern an
unternehmensspezifischen Nachrichten fehlt, bleibt das Hauptthema an
der Börse die Euro-Krise. Gegen Mittag stand der Leitindex EuroStoxx
50
Mit Argusaugen verfolgen laut Händlern die Anleger die Lage der griechischen Banken. In den vergangen Tagen hatte ein "Run" auf die Geldinstitute eingesetzt. Die Griechen räumen ihre Konten, und allein am vergangenen Montag sollen fast eine Milliarde Euro abgeflossen sein. Die EZB hatte am Vorabend angekündigt, einigen griechischen Banken kein Geld mehr zu leihen. Dies habe einen zusätzlichen Unsicherheitsfaktor in den Markt gebracht, sagten Beobachter.
"Wenn Griechenland fällt, bekommen wir reichlich Ärger in Europa, und niemand weiß, was dann mit Spanien, Italien und Portugal wird," said Andreas Lipkow, Händler bei MWB Fairtrade. Tatsächlich richten sich die Sorgen inzwischen wieder vermehrt auf Spanien und seine Geldinstitute. Das Euro-Schwergewicht Spanien hatte sich am Donnerstag erneut frisches Geld am Anleihenmarkt besorgt. Die Nachfrage nach den neuen Papieren war hoch, doch die Zinsen, die Madrid bieten muss, ziehen immer weiter an.
Einmal mehr gehörten vor dem Hintergrund der Schuldenkrise
Papiere aus dem Finanz-
In Spanien sollen bei der kürzlich verstaatlichte Sparkasse Bankia zahlreiche Kunden ihr Geld abgezogen haben. Das Finanzhaus benötigt wegen fauler Kredite dringend einen neuen Restrukturierungsplan. Ein Händler hob hervor, dass die Probleme der Bankia vor allem hausgemacht seien, dennoch dürfte es das Sentiment insgesamt belasten. Die Aktien brachen zuletzt um weitere 25,5 Prozent ein./tav/rum
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145 EU0009658160
AXC0054 2012-05-17/12:27
