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IWF spielt mögliches Euro-Aus für Griechenland durch

WASHINGTON (Dow Jones)--Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat das Ende Griechenlands als Euromitglied schon einmal durchgespielt. IWF-Chefin Christine Lagarde sagte in einem Interview mit dem niederländischen TV-Sender Nieuwsuur, der IWF habe eine "technische Beurteilung" über den Austritt Griechenlands angestellt.

Lagarde warnte am Mittwochabend davor, dass dieser Schritt "extrem teuer und das nicht nur in Griechenland wäre". "Das ist natürlich nicht meine Hoffnung, aber man muss sich auf das Schlimmste vorbereiten". Ihr Eindruck von den wichtigen Entscheidungsträgern sei aber, dass sie das Ganze zusammenhalten wollen.

Spitzenpolitiker aus der Eurozone haben Griechenland eindringlich dazu aufgefordert, zu seinen Reformverpflichtungen zu stehen. Doch die Befürchtungen über ein Ende des Sparkurses nehmen rapide zu, weil sich nach den jüngsten Wahlen im Parlament keine Mehrheit für diese Politik finden ließ. Außerdem räumen die Griechen seit Tagen ihre Konten leer, so dass die Kapitalbasis der Banken erodiert. Am Morgen wurde eine Technokraten-Regierung unter dem hohen Verwaltungsrichter Panagiotis Pikrammenos vereidigt. Sie soll das Land bis zu den Neuwahlen führen, die wahrscheinlich am 17. Juni stattfinden.

-Von Ian Talley, Dow Jones Newswires,

+49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/chg/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 17, 2012 06:01 ET (10:01 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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