AACHEN (Dow Jones)--Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker ist Befürchtungen entgegengetreten, Deutschland und Frankreich könnten wegen der unterschiedlichen Vorstellungen zum Fiskalpakt aneinandergeraten. Er habe keine Sorge, dass "Deutschland und Frankreich nicht einen gemeinsamen Weg finden werden".
Der neue französische Staatspräsident Francois Hollande will den Fiskalpakt um einen Wachstumsteil ergänzen und den bisherigen Stand der Dinge nicht ratifizieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel will hingegen den Vertrag nicht noch einmal aufschnüren. Bisher haben ihn nur 3 der 25 Unterzeichnerstaaten ratifiziert.
Juncker betonte auch, dass der Euro zuerst ein "politisches Projekt" sei und "kein ökonomisches Konstrukt". "Wir brauchen mehr Europa, nicht weniger", sagte der Chef der Euro-Finanzminister. Er ist gleichzeitig Ministerpräsident von Luxemburg. Juncker hielt in Aachen die Laudatio auf Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der mit dem Karlspreis ausgezeichnet wurde.
-Von Tom Fairless, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com DJG/DJN/chg/jhe
(END) Dow Jones Newswires
May 17, 2012 06:41 ET (10:41 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
