FRANKFURT (Dow Jones)--Die Verluste an Europas Börsen weiten sich am Donnerstagnachmittag aus. Anleger machen sich zunehmend Sorgen über den Zustand des europäischen Bankensektors. In der Zwischenzeit sorgen sich offenbar auch normale Bürger um ihre Einlagen. Während der Abzug von Geldern in Griechenland nach der Ankündigung von Neuwahlen noch nachvollziehbar war, sind die neusten Nachrichten aus Spanien Besorgnis erregender. Der Bankensturm auf die jüngst teilverstaatlichte Bankia löst im Handel Bedenken aus, ob der gesamte spanische Bankensektor in Gefahr ist.
Erklärungen aus dem spanischen Finanzministerium, wonach es keinen "Banken-Ansturm" gibt bzw dass Bankia vor einer glänzenden Zukunft stehe, wirken da fehl am Platz. Im Handel zeigt man sich auch besorgt wegen der jüngsten Entscheidung der EZB einigen griechischen Banken keinen Zugriff auf EZB-Gelder mehr zu gewähren. Dies trägt nicht zur Beruhigung der Anleger bei. Im Gegenteil, damit steigt die Sorge der Investoren, dass das Land schon bald nicht mehr Teil der Eurozone sein könnte. In Griechenland finden Mitte Juni Neuwahlen statt.
Der Bankensektor bricht um 2,3 Prozent ein angeführt von Bankia mit Abgaben von 14,7 Prozent. Auch Versicherungstitel stehen mit einem Minus von 1,8 Prozent unter Druck. Der DAX verliert aktuell 0,9 Prozent auf 6.328 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bis auf 6.301 Punkte gerutscht war. Der Euro fiel zwischenzeitlich unter die Marke von 1,2675 Dollar und damit auf den niedrigsten Stand seit September 2010. Die Gemeinschaftswährung notiert derzeit bei 1,2691 Dollar. Im Gegenzug kletterte der Bund-Future auf ein Kontrakthoch bei 143,79 Prozent.
DJG/ros
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May 17, 2012 08:26 ET (12:26 GMT)
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