Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt stimmt seine Kunden auf steigende Preise ein. "Wir wollen eine faire Entlohnung für unsere Dienstleistung", sagte Behrendt der "Financial Times Deutschland" (Freitag). Die weltweit viertgrößte Reederei hat zwar seit Anfang des Jahres schon mehrfach Preiserhöhungen durchgesetzt. "Aber sie reichen nicht aus. Deshalb sind weitere Anpassungen zwingend notwendig", sagte er. "Das beinhaltet auch Zuschläge in der Hochsaison." Die Hochsaison mit den Transporten der Weihnachtsware liegt in der Containerschifffahrt im Spätsommer bis Herbst.
Mit den Preiserhöhungen will sich Hapag-Lloyd auch fit für den Aktienmarkt machen. "Für mich persönlich wäre das wichtig, den Börsengang sozusagen als Abschiedsgeschenk zu realisieren", sagte Behrendt, dessen Vertrag bis Juni 2014 läuft. Drei Mal hat das Unternehmen den Gang an die Börse bereits versucht. Zuletzt war das Vorhaben gescheitert, als das Beben in Japan im März 2011 die Märkte nachhaltig verunsicherte. Voraussetzungen für einen erneuten Anlauf seien aber, dass sein Unternehmen in der Zeit vor der Erstnotiz wieder Gewinne schreibe und der Ausblick positiv sei. "Wir brauchen mindestens zwei gute Quartale", sagte Behrendt.
Der Börsengang ist vor allem für die Hapag-Eigentümer von
größter Bedeutung: Der Reisekonzern Tui
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AXC0030 2012-05-18/08:20
