GCI Industrie AG: Zwischenmitteilung nach § 37x i. V. § 37y Nr. 3 WpHG
GCI Industrie AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG
18.05.2012 10:09
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Zwischenmitteilung nach § 37x i. V. § 37y Nr. 3 WpHG
GCI Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183)
Zwischenmitteilung innerhalb des ersten Halbjahres 2012
GCI Industrie Gruppe mit EBITDA im ersten Quartal 2012 in Höhe von plus EUR 3,2 Mio. (+ 18,5 %)
München, den 18. Mai 2012. Die Umsatz- und Ertragslage der GCI Industrie AG hat sich in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2012 (Januar bis März) im Konzern weiter positiv entwickelt. Der konsolidierte Gesamtumsatz in der Gruppe ist im Berichtszeitraum im Vorjahresvergleich erneut um rund 20 % Prozent überdurchschnittlich stark angestiegen.
Die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres standen weiterhin ganz im Zeichen der aktiven Bestandspflege des bestehenden Beteiligungsportfolios.
Es ist der GCI Industrie Gruppe wieder gelungen, im ersten Quartal 2012 ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - von rund EUR 3,2 Mio. und ein positives operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT - von rund EUR 0,7 Mio. zu erwirtschaften.
Die Eckdaten des ersten Quartals 2012 (Januar bis März 2012) stellen sich wie folgt dar:
Der Gesamtumsatz betrug im ersten Quartal 2012 konsolidiert rund EUR 41,5 Mio. (Vj. EUR 34,5 Mio.), davon EUR 36,0 Mio. (Vj. EUR 24,0 Mio.) aus der Konsolidierung der Maschinenfabrik Spaichingen GmbH. Die Umsatzerlöse enthalten im ersten Quartal 2012 keine wesentlichen Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen.
Im veröffentlichten Vorjahresumsatz des ersten Quartals waren in Höhe von EUR 4,8 Mio. Umsatzerlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen, davon EUR 3,7 Mio. Umsatzerlöse aus der Veräußerung von 18,8 % der Anteile der GCI Industrie Gruppe an der Vantargis AG, München, und EUR 1,1 Mio. Umsatzerlöse aus der Veräußerung von 80,1 % der Anteile der GCI Industrie Gruppe an der Zehnder Pumpen GmbH, Grünhain-Beierfeld, enthalten. Bereinigt um die Vorjahreserlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen sind die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich im ersten Quartal um rund 40 % gestiegen.
Es wurde trotz negativen, ergebniswirksamen US-Dollar-Währungskurseffekten in Höhe von insgesamt EUR -0,5 Mio. ein positives Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund EUR 3,2 Mio. (Vj. EUR 2,7 Mio.) erzielt, bzw. ein positives operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern, EBIT, von rund EUR 0,7 Mio. (Vj. EUR -1,0 Mio.).
In der Gruppe liegt das Ergebnis vor Steuern - EBT - bei rund EUR -0,6 Mio. (Vj. EUR -2,2 Mio.), was wie im Vorjahreszeitraum teilweise in negativen Währungskurseffekten in der Tochtergesellschaft Maschinenfabrik Spaichingen GmbH in Höhe von EUR -0,5 Mio. (Vj. EUR -1,4 Mio.) begründet liegt.
In der Gruppe liegt das Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen - EAT - im ersten Quartal 2012 bei rund EUR -0,3 Mio. (Vj. EUR -1,3 Mio.).
Im operativen Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT - und im Vorsteuerergebnis - EBT - des ersten Quartals 2012 sind, wie oben beschrieben, in Höhe von EUR -0,5 Mio (Vj. EUR -1,4 Mio.) saldiert ergebniswirksame, unrealisierte, USD-Währungskurseffekte enthalten. Diese negativen Währungskurseffekte im ersten Quartal 2012 beruhen vor allem auf dem Anstieg des USD-Kurses zum Euro um rund 3,0 % im Verlauf des ersten Quartals 2012. Dieser Währungskurseffekt ist rein konsolidierungstechnischer Natur und hat keinerlei Einfluss auf den Cash Flow der Periode.
Die Differenz zwischen dem Ergebnis vor Steuern (EBT) und dem Ergebnis nach Steuern (EAT) beruht vor allem auf latenten Steuererträgen in Höhe von EUR 0,3 Mio. (Vj. EUR 0,9 Mio.), davon EUR 0,2 Mio. im Zusammenhang mit den negativen Wechselkurseffekten im ersten Quartal 2011.
Das Ergebnis des ersten Quartals 2012 war in Höhe von EUR 0,4 Mio. zudem noch letztmalig belastet durch Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe, resultierend aus der Neubewertung ('Purchase Price Allocation' ('PPA')) im Rahmen des Kaufs der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe 2008, die ab dem 2. Quartal 2012 in dieser Höhe zur Gänze entfallen.
Die nicht aktivierten, aufwandswirksamen, Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe betrugen im ersten Quartal 2012 in Summe EUR 0,5 Mio.
Das Konzerngesamtergebnis des ersten Quartals 2012 beträgt nach Ertragsteuern EUR -0,7 Mio. (Vj. EUR -1,4 Mio.). Die Differenz zwischen dem Ergebnis nach Steuern (EAT) und dem Konzernperiodengesamtergebnis nach Ertragsteuern resultiert vor allem aus erfolgsneutral erfassten, nicht realisierten, Unterschieden aus Fremdwährungsumrechnung innerhalb der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe in Höhe von EUR -0,5 Mio (Vj. EUR -0,1 Mio.).
Das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare kumulierte Ergebnis pro Aktie - 'EpS' ('Earnings per Share') - beläuft sich im ersten Quartal 2012 auf Basis des gewichteten Durchschnitts der bis zum 31. März 2012 ausgegebenen Stückaktien (durchschnittlich 29,2 Mio. Stückaktien) nach IAS 33 auf rund EUR -0,01 (Vj.: verwässert EUR -0,04 auf Basis der nunmehr ausgegebenen 29,2 Mio. Stückaktien mit Gewinnbezugsrecht ab 1. Januar 2011).
Zum Stichtag 31. März 2012 belaufen sich die liquiden Mittel im Konzern auf EUR 4,9 Mio. (31. Dezember 2011: EUR 5,1 Mio.). Der Finanzmittelfonds beläuft sich zum 31. März 2012 auf EUR 2,7 Mio. (31. Dezember 2011: EUR -2,0 Mio.) und ist damit im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag um EUR 4,7 Mio. gestiegen. Die leichte Abnahme der liquiden Mittel um rund EUR 0,2 Mio. im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag ist in erster Linie auf Darlehenstilgungen in Höhe von insgesamt rund EUR 0,8 Mio. und auf Investitionen in das Anlagevermögen im ersten Quartal 2012 in Höhe von rund EUR 8,0 Mio., davon auf Ebene der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe rund EUR 7,9 Mio. zurückzuführen. Dagegen stehen im ersten Quartal 2012 Nettozugänge an liquiden Mitteln aus der Aufnahme von Darlehen in Höhe von insgesamt rund EUR 9,4 Mio., davon auf Ebene der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe rund EUR 8,2 Mio. (davon EUR 1,9 Mio. in USA).
Die Eigenkapitalquote im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2011 leicht gesunken und beträgt bei einer um rund 6 Prozent gestiegenen Bilanzsumme zum Zwischenbilanzstichtag 22,4 % (31. Dezember 2011: 24,9 %). Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist neben dem Anstieg der Bilanzsumme vor allem auf das negative Konzernperiodengesamtergebnis und die erstmalige Bilanzierung einer sog. 'Earn-Out'-Verpflichtung im Rahmen der Umsetzung der Sachkapitalerhöhung 2011 durch die Einbringung der restlichen 10 % der Anteile an der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH in die GCI Industrie Gruppe mit Wirkung zum 1. Januar 2012 zurückzuführen. In diesem Zusammenhang wurde in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vj. EUR 0,0 Mio) eine mit 6 % p.a. abgezinste 'Earn-Out'-Verpflichtung passiviert. Die Verpflichtung endet am 30. Juni 2016. Die Restlaufzeit der Verpflichtung zum Zwischenbilanzstichtag beträgt 4,25 Jahre. Die tatsächliche, zukünftig zu erbringende, Gegenleistung kann aufgrund diverser Bedingungen in der 'Earn-Out'-Vereinbarung gegebenenfalls niedriger als die passivierte Verpflichtung ausfallen. Die Verpflichtung wurde jedoch aus Vorsichtsgründen mit ihrem abgezinsten Maximalbetrag passiviert, da eine genaue Abschätzung der Höhe der zukünftigen Inanspruchnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist. In absoluten Zahlen hat sich das Eigenkapital um EUR 1,7 Mio. vermindert.
Die Mitarbeiterzahl in der Gruppe ist per 31. März 2012 im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag auf 780 festangestellte Mitarbeiter leicht gestiegen (31. Dezember 2011: 775 Mitarbeiter gesamt). Die Anzahl der festangestellten Mitarbeiter in der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe ist von 535 per 31. Dezember 2011 auf 543 per 31. März 2012 ebenfalls leicht gestiegen.
Im ersten Quartal 2012 ergaben sich im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2011 keine Veränderungen im Konsolidierungskreis der GCI Industrie AG.
Kommentierung und aktueller Geschäftsverlauf zum ersten Quartal 2012: Das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2012 (Januar bis März) sowie die ersten sechs Wochen des zweiten Quartals 2012 waren dabei vor allem durch folgende Ereignisse geprägt:
Im Bereich der Unternehmensbeteiligungen verlief das Geschäft im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012 mit Ausnahme der erneut negativen, leider nicht planbaren, jedoch überwiegend liquiditätsneutralen (USD-)Währungskurseffekte weiterhin planmäßig.
Im ersten Quartal 2012 erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2012 die Einbringung der restlichen 10,0 % der Anteile an der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Grünhain-Beierfeld, durch den bisherigen Minderheitsgesellschafter. Im Rahmen der Sachkapitalerhöhung 2011 wurde so die Voraussetzung dafür geschaffen, dass die GCI Industrie Gruppe zum Zwischenbilanzstichtag wieder mit 100,0 % der Anteile an der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH beteiligt ist.
Im März 2012 wurden 18,8 % der im Jahresabschluss 2011 zu 100,0 % wertberichtigten Anteile an der Vantargis AG, München, zu einem symbolischen Kaufpreis in Höhe von EUR 1,00 zuzüglich eines Besserungsscheins veräußert. Nach der Veräußerung hält die GCI Industrie AG auf direktem Wege keine Anteile an der Vantargis AG, jedoch werden auf indirektem Wege noch 9,4 % gehalten. Ebenfalls im März 2012 wurde ein Antrag auf Insolvenz über das Vermögen der Vantargis AG, München sowie deren Tochtergesellschaft Vantargis Leasing GmbH, Kelkheim gestellt.
Für das Gesamtgeschäftsjahr 2012 geht die Geschäftsleitung der größten Tochtergesellschaft, der Maschinenfabrik Spaichingen GmbH, Spaichingen, (MS) von einer um rund +20 % verbesserten Auftragslage (Umsatz im Vergleich zu Vorjahreszeitraum 2011) und damit von einem Teilkonzernumsatz von Mio. EUR 147 aus. Dies entspricht einer geplanten Umsatzsteigerung um rund EUR 26 Mio. im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der weiterhin verbesserten Kapazitätsauslastung wird auch ein weiterer, deutlicher Anstieg des Jahresergebnisses erwartet.
Die Maschinenfabrik Spaichingen GmbH stellt hochwertige mechanische Baugruppen und Komponenten, Ultraschall-Heißluft- und Heizkontakt-Sondermaschinen für die Automobilindustrie, sowie Ultraschallschweißsysteme für die Verpackungsindustrie her. Das Unternehmen verfügt über zwei Produktionsstandorte in Deutschland und seit 2007 einen weiteren in den USA und beliefert namhafte Kunden der internationalen Automobilindustrie (Daimler, MAN, MTU, ZF Friedrichshafen). In 2005 gewann die Maschinenfabrik Spaichingen bereits den langfristigen Vertrag als einer der wenigen 'Single-Source-Supplier' für das Ventiltriebsystem der neuen Daimler Motorengeneration 'NEG' ('New Engine Generation') 'Blue Efficiency Power OM 47X' ('Weltmotor') für schwere Nutzfahrzeuge.
Seit dem vierten Quartal 2011 liefert die Maschinenfabrik Spaichingen GmbH als Folge der Fusion von Volkswagen mit MAN nun auch Ventiltriebs-Komponenten für den brasilianischen LKW-Markt. Damit profitiert die MS-Motorentechnik auch vom nach wie vor robusten und starken brasilianischen Markt, wo aktuell die Produktion für MAN in Brasilien, wie auch für MWM (Motorenwerke Mannheim) in Brasilien gesteigert wird.
Am zweiten deutschen MS-Standort in Zittau wurden die Produktionskapazitäten aufgrund des starken Wachstums in zwei Ausbaustufen sehr stark erweitert. Die erste Ausbaustufe wurde Ende 2011 fertiggestellt, die zweite Ausbaustufe wurde Ende März 2012 fertiggestellt. Dies beinhaltete allein im ersten Quartal 2012 Sachanlageinvestitionen in Höhe von rund EUR 6,0 Mio.
Im Bereich der 'Schweißtechnik für den Maschinenbau' ist die Auftragslage der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe sehr gut, die Auftragsbestände reichen bis weit in das 2. Quartal 2012. Da die Auslastung hier nicht direkt von der Anzahl der produzierten Fahrzeuge, sondern überwiegend von der Einführung neuer Modelle abhängt, ist dieser Bereich konjunkturresistenter als der Bereich Motorentechnik und nur sehr eingeschränkt krisenanfällig. Durch die immer stärker wirkende Modell- und Variantenpolitik sowie das ständige Bestreben nach kostenoptimierter Fahrzeugleichtbauweise bewegen sich die Automobilhersteller in diesem Segment nach wie vor auf hohem Entwicklungsniveau. Selbiges gilt uneingeschränkt auch für den US-Absatzmarkt, auch hier sieht sich die Automobilzulieferbranche in aussichtsreicher Position.
Die Verpackungsindustrie als Zielgruppe des Bereichs 'Schweißtechnik - Verpackungssysteme' der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe erfährt durch den zunehmenden Anteil an Kunststoffverpackungen in allen Lebensbereichen weltweit weiter deutliche Zuwachsraten, dies gilt neben den westlichen Industrienationen auch für die weiter überproportional stark wachsenden Schwellenländer. Der weltweite Kunststoffverpackungsmarkt wird derzeit auf ein Absatzvolumen von rund EUR 400 Mrd. geschätzt.
Die Maschinenfabrik Spaichingen plant im Geschäftsjahr 2012 im Bereich 'Motorentechnik' eine Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von rund 23 %. Entscheidend hierfür sind nennenswerte Neuaufträge von Bestands- wie auch von Neukunden. Der Bereich 'Schweißtechnik für den Maschinenbau' plant eine moderate Umsatzausweitung von rd. 3 % im Vergleich zum Vorjahr, der Bereich 'Schweißtechnik - Verpackungssysteme' eine Verdreifachung der Umsätze aus 2011.
Das geplante Investitionsvolumen 2012 liegt in der Maschinenfabrik Spaichingen Gruppe bei insgesamt rund EUR 12,8 Mio., davon entfallen rund EUR 2,2 Mio. auf Spaichingen, EUR 9,4 Mio. auf den Standort Zittau sowie rund EUR 1,2 Mio. auf den Standort USA. Bis Ende März 2012 wurde hiervon bereits ein Investitionsvolumen in Höhe von EUR 7,9 Mio. realisiert.
Die Maschinenfabrik Spaichingen GmbH erfüllt selbstverständlich auch die Voraussetzungen der deutschen Norm DIN 14001 (Umweltaudit) an den beiden deutschen Produktionsstandorten in Spaichingen und Zittau. Dieses Zertifikat, welches zwischenzeitlich alle namhaften Automobilhersteller von ihren Zulieferbetrieben verlangen, qualifiziert die Maschinenfabrik Spaichingen GmbH für einen ausgewählten Lieferantenkreis, Stichwort: 'Nachhaltigkeit und umweltverträgliches Wirtschaften'. Besondere Umweltrisiken gleich welcher Art werden deshalb derzeit auch nicht gesehen. Dies gilt explizit auch für alle Konzernunternehmen der Maschinenfabrik Spaichingen GmbH in den USA.
Bereits fest gebuchte Messeteilnahmen 2012 sind im Bereich Motorentechnik - nach der bereits erfolgten Teilnahme an der 'Hannover Messe' im April diesen Jahres - im Bereich Schweißtechnik - Maschinenbau die internationale Kunststoff-Fachmesse 'NPE', in Orlando, Florida/USA vom 01.-05. April 2012 und die 'FAKUMA' in Friedrichshafen vom 16.-20. Oktober 2012 sowie im Bereich Schweißtechnik - Verpackungssysteme die 'Fachmessen FachPack', in Nürnberg vom 25.-27. September 2012 und 'PACK EXPO', in Chicago, Illinois/USA vom 28.-31. Oktober 2012.
Die Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Grünhain-Beierfeld, (EMGR) ist erfolgreicher Hersteller kundenspezifischer Elektromotoren in unterschiedlichen Bauweisen sowie verwandter Produkte. Die Elektromotorenwerk Grünhain GmbH verfügt außerdem über eine eigene Aluminiumdruckgießerei für Eigen- und Fremdbedarf (vor allem Automobilindustrie). Für die weitere Forcierung des bisher eher organischen Wachstums der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH sollen zunächst die Vertriebsaktivitäten im europäischen Ausland verstärkt werden. Weiterhin wird das Marktpotential für kundenspezifische Qualitätsmotoren in weiteren Industriesegmenten und die Kooperation mit weiteren Herstellern geprüft.
Die Geschäftsleitung der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH geht von einem Geschäftsverlauf mindestens wie 2011 aus. Der Bereich Aluminium-Druckguss soll auch 2012 weiter wachsen. Hauptabnehmer der EMGR-Druckgusserzeugnisse sind sogenannte OEM-Lieferanten im Automobilbereich, die zum Beispiel die Automobilhersteller Mercedes, BMW und Opel beliefern. Im Dezember 2011 fand eine Auditierung zur Fertigungsstandortfreigabe unter Beteiligung eines Auditors des Automobilherstellers BMW bei EMGR statt. Im Ergebnis dessen wurde die Fertigung der Prozessschritte Gießen und Stanzen von Teilen im BMW-Antriebsstrang direkt bei der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH freigegeben. Die Produktion des ersten Teils für BMW erfolgte im Januar 2012; weitere Teile folgten im Februar, März und Mai 2012.
Die Elektromotorenwerk Grünhain GmbH profitiert auch noch durch Aufholeffekte im Zusammenhang mit der EU-Verordnung 640/2009. Diese Verordnung, die im Rahmen der ErP-Richtlinie 2009 erlassen worden ist, sieht vor, dass ab dem 16. Juni 2011 in Europa Drehstrom-Normmotoren der Größen 0,75 Kilowatt bis 375 Kilowatt nur noch in Verkehr gebracht werden, wenn sie mindestens der international genormten Energieeffizienzklasse IE2 entsprechen.
Ab dem 1. Januar 2015 dürfen zudem in Verkehr gebrachte IE2-Motoren der Größen 7,50 bis 375 Kilowatt nur noch mit elektronischer Drehzahlregelung eingesetzt werden. Alternativ ist der Einsatz von Motoren mit oder ohne Regelung möglich, die mindestens der Energieeffizienzklasse IE3 entsprechen. Ab 1.1.2017 gilt die letztgenannte Regelung auch für Motoren von 0,75 bis 7,50 Kilowatt.
Darüber hinaus bereitet die entsprechende EU-Kommission bereits die nächste Verordnung vor, die darauf abzielt, mittelfristig einen Austausch sämtlicher Motoren durch Motoren zu erreichen, die den IEx-Standards entsprechen. Der betroffene Motorenbestand beträgt in Deutschland derzeit rund 35 Mio. Stück (Quelle: 'Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.').
Die Zehnder Pumpen GmbH, eine 20%ige Beteiligung der EMGR, wird im Jahr 2012 die Exportinitiativen in Richtung Osteuropa und China verstärken. Auf der Innovationsseite geht der Trend immer mehr in Richtung mehrstufige Bewässerungspumpen unterschiedlicher Bauart.
Die Beno Immobilien GmbH, München, hat bereits im Geschäftsjahr 2011 die neue 100%ige Tochtergesellschaft MS Immobilien GmbH, Zittau, gegründet und ein Grundstück für die zusätzliche neue Betriebsimmobilie der MS Powertec GmbH, Zittau, erworben, auf dem seit dem 1. Quartal 2012 von der MS Powertec GmbH, einer 100%igen Tochtergesellschaft der MS Spaichingen GmbH, Teile für die neue Daimler Motorengeneration 'NEG' ('New Engine Generation') 'Blue Efficiency Power OM 47X' ('Weltmotor') für schwere Nutzfahrzeuge produziert werden. Hierfür wurden im Geschäftsjahr 2011 von der MS Immobilien GmbH bereits rund EUR 0,3 Mio. investiert.
Damit beinhaltet das Portfolio der Beno Immobilien GmbH neben den Standorten in Grünhain, Fröndenberg und Weinsberg nunmehr auch einen Standort in Zittau. Das Jahresnettomietvolumen der Beno Immobilien Gruppe liegt bei insgesamt rund Mio. EUR 1,4, verteilt auf acht mittelständische Mieter. Weitere Zukäufe sind im Geschäftsjahr 2012 bereits in Vorbereitung.
Die Projektplanung für die Genehmigung einer Photovoltaikanlage auf dem Grundstück Leipzig/Wiederitzsch befindet sich weiterhin in vollem Gange. Nach diversen Abstimmungsrunden mit dem Umweltamt der Stadt Leipzig ist es zum Jahresende 2011 bereits gelungen die Zustimmung dieses Trägers öffentlicher Belange zu erlangen. Das Abstimmungsprozedere konnte durch gewährte Zugeständnisse in Form von Ausgleichsflächen auf dem eigenen Grundstück beendet werden, so dass der Bebauungsplan für die geplante Photovoltaikanlage auf dem Grundstück in Leipzig/Wiederitzsch entsprechend den Forderungen des Umweltamtes angepasst worden ist. Derzeit laufen Gespräche mit Investoren über den Bau und die Finanzierung der ca. 5 MW-Photovoltaikanlage, wobei sich die GCI Industrie AG derzeit auf den Abschluss der Baurechtschaffung und anschließend auf eine reine Verpachtungslösung konzentriert.
Die UMT United Mobility Technology AG, München, (UMT) (WKN 528610, ISIN DE0005286108), an der die GCI Industrie Gruppe mit 27,8 % beteiligt ist, hat im Zuge der Markteinführung ihrer mobilen Bezahlapplikation eine Kooperation mit der Payfair Gruppe (www.payfair.eu) vereinbart. Die Bezahllösung der UMT AG wird im internationalen Roll-out unter der Marke iPAYst vermarktet. iPAYst bietet eine neue Möglichkeit des Bezahlens per Smartphone. Der Konsument installiert sich die kostenlose App auf seinem Smartphone und legt ein Konto an, auf dem Karten- oder Bankdaten hinterlegt werden. Der Bezahlvorgang erfolgt, wenn ein sog. 'QR-Code' mittels einer Kamera eines Smartphones gescannt wird und die Transaktion mit der Eingabe einer persönlichen Sicherheitsnummer bestätigt wird. Die Kooperation zwischen der UMT AG und Payfair zielt darauf ab, iPAYst in einem ersten Schritt im belgischen Markt zu positionieren und zukünftig gemeinsam eine internationale Expansion des Produktes voranzutreiben. Die UMT AG entwickelt Apps und Applikationen im Mobilitäts- und Serviceumfeld, insbesondere für Smartphones. Aktuell umfasst ihr Produktportfolio 15 Produkte; die UMT AG ist darüber hinaus Inhaberin von diversen Patenten.
Die GCI Industrie AG rechnet aktuell bei mindestens gleichbleibender Konjunktur im europäischen und US-amerikanischen Markt, mit einem konsolidierten Umsatzanstieg aus dem operativen Industriegeschäft um über 15 % von EUR 142 Mio. (ohne Erlöse aus dem Verkauf von Beteiligungen) im Geschäftsjahr 2011 auf rund EUR 165 Mio. im laufenden Geschäftsjahr 2012.
Oberstes Ziel ist es wiederum, für das Gesamtjahr 2012, wie bereits im Vorjahr, ein klar positives Nachsteuerergebnis (EAT) und ein noch positiveres Ergebnis je Aktie ('EpS') als im Vorjahr zu erwirtschaften. Die operative Ergebnislage der gehaltenen Beteiligungen lässt hierzu im ersten Quartal und der ersten Hälfte des zweiten Quartals klare und eindeutige Signale erkennen und der Vorstand ist deshalb, auf das Gesamtjahr 2012 bezogen, trotz der unverändert sehr schwer einzuschätzenden Währungssituation und der Entwicklung der weltweiten Finanzmärkte, weiterhin optimistisch. Mittelfristiger strategischer Schwerpunkt bleibt weiterhin unverändert die Entwicklung und Konsolidierung des industriellen Beteiligungsportfolios, ergänzt durch synergetische Zukäufe.
Weitere Kennzahlen im Zusammenhang mit dem angestrebten Wachstum finden Sie im 'Fact Sheet' der Gesellschaft auf der Homepage www.gci-industrie.com unter 'Investor Relations'.
Die GCI Industrie AG, München, ist eine börsennotierte Management- und Investmentgesellschaft. Im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie strebt die GCI Industrie AG Mehrheitsübernahmen profitabler Unternehmen mit hohem Wertsteigerungspotenzial im deutschsprachigen Mittelstand, insbesondere in der Motorentechnik und Schweißtechnik sowie im Immobiliensektor an.
Mit freundlichen Grüßen
GCI Industrie AG - Der Vorstand
Brienner Straße 7 80333 München
Tel.: +49. 89. 20 500 500 Fax: +49. 89. 20 500 555 Mail: info@gci-industrie.com Internet: www.gci-industrie.com
18.05.2012 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und www.dgap.de
Sprache: Deutsch Unternehmen: GCI Industrie AG Brienner Straße 7 80333 München Deutschland Internet: www.gci-industrie.com
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
ISIN DE0005855183
AXC0058 2012-05-18/10:09
