BERLIN (Dow Jones)--Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem griechischen Präsidenten Karolos Papoulias telefoniert und ihm versichert, dass Deutschland zu dem vereinbarten Hilfsprogramm für das hochverschuldete Land steht. Das sagte der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin. Gleichzeitig habe die Regierung die Position unterstrichen, dass Deutschland einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone wünsche. Auch Außenminister Guido Westerwelle telefonierte nach Angaben des Auswärtigen Amtes mit seinem griechischen Amtskollegen. "Wir stehen zu Griechenland", sagte ein Außenamtssprecher. Aber es sei unbestreitbar wichtig, dass Griechenland seine Hausaufgaben mache.
Meldungen über Notfallpläne für einen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone wollte das Finanzministerium nicht bestätigen. Eine Sprecherin sagte aber, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble stets darauf hingewiesen habe, dass die Bürger erwarteten, "dass wir uns auf alle Eventualitäten vorbereiten". Der Minister habe sein Bedauern ausgedrückt, dass es den Parteien in Griechenland nicht möglich war, eine stabile Regierung zu bilden.
Alle europäischen Staaten seien entschlossen, den vereinbarten Weg weiterzugehen. "Wir brauchen aber eine handlungsfähige Regierung", fügte die Sprecherin hinzu. Regierungssprecher Streiter sagte, es gebe keine Erkenntnisse, dass auch Spanien unter den EU-Rettungsschirm wolle. Das Land habe klare Bereitschaft signalisiert, Reformen umzusetzen. Das Finanzministerium fügte hinzu, in der Euro-Gruppe werde die Auffassung vertreten, dass Spanien die Krisenbewältigung aus eigenem Antrieb schaffe.
Von Susann Kreutzmann, Dow Jones Newswires,
+49 (0)30 - 2888 4129, susann.kreutzmann@dowjones.com
DJG/suk/chg
(END) Dow Jones Newswires
May 18, 2012 06:27 ET (10:27 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
