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MÄRKTE AKTUELL (12.50 Uhr)
INDEX Stand +-% Nasdaq-Future 2.515,50 +0,43% S&P-500-Future 1.306,50 +0,40% Euro-Stoxx-50 2.151,12 +0,20% Stoxx-50 2.260,38 -0,39% DAX 6.290,20 -0,30% FTSE 5.296,69 -0,78% CAC 3.009,46 -0,08% Nikkei-225 8.611,31 -2,99% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 143,81 -20
AUSBLICK AKTIEN USA
Zentrales Thema an den US-Börsen dürfte am Freitag der Börsengang von Facebook sein. Das soziale Netzwerk bringt seine Aktien zum Höchstpreis der zuvor genannten Spanne, nämlich zu 38 Dollar, an die Börse. Beobachter erwarten, dass die Aktien zunächst zulegen, weil viele Anleger bei der Zeichnung zunächst leer ausgingen und nun zuschlagen dürften. Im Hintergrund dürfte aber dank der Ratingagenturen die Angst vor einem Zerfall der Eurozone präsent bleiben, nachdem am Donnerstag Fitch Griechenland auf "CCC" zurückgestuft und Moody's 16 spanischen Banken schlechtere Bonitätsnoten verpasst hat. Daher düften die Anleger insgesamt eher zurückhaltend agieren. Wichtige US-Konjunktur- oder Unternehmenstermine stehen nicht auf der Agenda.
AUSBLICK KONJUNKTUR +
Keine wichtigen Termine angekündigt
FINANZMÄRKTE EUROPA
Europas Aktienmärkte erholen sich bis mittags von anfänglichen Verlusten und drehen zum Teil sogar ins Plus. Börsianer führen allerdings nur technische Gründe ins Feld, fundamental dominiere die Furcht vor einem Auseinanderbrechen des Gemeinsamen Währungsgebiets. Stärker als der Gesamtmarkt geben zyklische Papiere nach, die Automobilwerte verbilligen sich im Schnitt um 1,8 Prozent, Grundstoffaktien um 1,5 Prozent. Für die neuerliche Panikattacke gab es zwei Auslöser: So hat Fitch die Bonität Griechenlands von "B-" auf "CCC" herabgestuft. Noch dazu hat der Konkurrent Moody's die Kreditwürdigkeit von gleich 16 spanischen Banken gesenkt. Dessen ungeachtet steigen BBVA in Madrid um 3,8 Prozent, Santander um 2,8 Prozent. Der Tageszeitung Cinco Dias zufolge wollen die Kreditinstitute des Landes den Regulierer dazu bewegen, zeitlich befristet das Wetten auf fallende Kurse von Bankaktien zu untersagen. "Das hat dann zu einer Schließung von Leerpositionen geführt", so ein Händler. Allerdings machen Börsianern zufolge auch Spekulationen auf eine konzertierte Aktion der Notenbanken zur Stabilisierung der Lage die Runde. Als Silberstreifen werten Marktteilnehmer auch, dass einer Umfrage zufolge in Hellas wieder die konservative Nea Dimokratia in der Wählergunst vor der linksradikalen Syriza-Partei liegt. Auch der Euro macht wieder etwas vom zuvor zum Dollar preisgegebenen Territorium gut und die als sicherer Hafen geltenden deutschen Bund-Futures fallen leicht vom am Morgen markierten neuen Allzeithoch bei 144,06 Prozent zurück. Am deutschen Aktienmarkt sind vor allem die Automobilwerte "Brief": Volkswagen geben um 2,1 Prozent nach, BMW um 1,6 Prozent. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass bei den chinesischen Händlern die Automobilbestände stiegen. Deutsche Bank und Commerzbank ziehen hingegen im Kielwasser der spanischen Kreditinstitute um 1,2 respektive 0,1 Prozent an.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8.35 Uhr Do, 18.01 Uhr EUR/USD 1,2688 0,32% 1,2647 1,2706 EUR/JPY 100,6979 0,43% 100,2707 100,7438 EUR/CHF 1,2012 0,01% 1,2011 1,2011 USD/JPY 79,3750 0,11% 79,2885 79,2910 GBP/USD 1,5791 0,26% 1,5750 1,5820
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Schwache US-Konjunkturdaten und die Angst vor einem Auseinanderbrechen der Eurozone haben am Freitag zu heftigen Kursverlusten an den asiatischen Aktienmärkten geführt. Ratingagenturen hatten die Sorgenkinder der Eurozone wieder stärker ins Bewusstsein der Anleger gerückt: Fitch hatte am Donnerstag Griechenland auf "CCC" zurückgestuft, während Moody's 16 spanischen Banken schlechtere Bonitätsnoten verpasste. In den USA enttäuschten der Philadelphia Fed Index und der Index der Frühindikatoren. Die kaum prognostizierbare Entwicklung in Europa trieb die Anleger in japanische und australische Staatsanleihen, die als "sichere Häfen" gelten. Die Renditen der australischen Bonds sanken auf Rekordtiefs. An den Aktienmärkten wurden vor allem Finanzwerte verkauft. In Tokio verbilligten sich Nomura Holdings um 5,6 Prozent und Daiwa Securities um 5,2 Prozent. Die Aktien der australischen Bank of Queensland gaben um 4,1 Prozent nach. In Seoul verloren Hana Financial 4,4 Prozent. Unter den Aktien exportorientierter japanischer Unternehmen wurden vor allem die Papiere der Hersteller von Baumaschinen verkauft. Diese litten nicht nur unter der Aufwertung des Yen, sondern auch unter schwachen Vorgaben des US-Wettbewerbers Caterpillar sowie unter Zweifeln am chinesischen Wirtschaftswachstum. Komatsu verloren 5,7 Prozent und Hitachi Construction Machinery 9,6 Prozent. Im übrigen Exportsektor fielen Nikon um 6,2 Prozent, Advantest um 7,8 Prozent und Toyota Motor um 3,7 Prozent. Chinesische Hersteller von Solarprodukten litten unter den Strafzöllen, die die USA gegen sie verhängt haben. Die in Hongkong notierten GCL-Poly, Comtec Solar und Trony Solar verloren zwischen 4 und 7 Prozent.
CREDIT
Die Risikoprämien an Europas Kreditmärkten kommen im Verlauf des Freitags etwas zurück, nachdem sie im frühen Geschäft den Spike vom späten Donnerstag fortgesetzt hatten. "Trotz der leichten Beruhigung, Anleger haben Angst vor einem Spill-Over der Griechenland-Krise auf Spanien", meint ein Händler mit Blick auf Spekulationen um erste Anzeichen eines Ansturms auf die Banken in Spanien. Daneben wachse das Risiko eines Schwächeanfalls der Weltkonjunktur mit schwachen Daten aus den USA und aus China. Der völlig überraschende Absturz des Philadelphia-Fed-Index hat Ängste vor einem scharfen Wachstumsabschwung in den USA ausgelöst. Und in China beschleunigt sich der Fall der Immobilienpreise. "Wichtig ist, dass nun Griechenland isoliert wird", meint ein Händler. Zugleich gebe es allerdings neue Hoffnung auf einen Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone, weil die Nea Dimokratia in einer neuen Umfrage zur anstehenden Wahl vorne liegt. Die konservative Partei steht zu den Sparbeschlüssen des Landes.
+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR
Gildemeister rechnet mit höheren Einkaufs- und Personalkosten
Der Werkzeugmaschinenhersteller Gildemeister stimmt seine Aktionäre auf höhere Rohstoffkosten ein. "Zu den Herausforderungen des laufenden Jahres gehört unter anderem, dass die Werkzeugmaschinenhersteller den global wachsenden Wettbewerb um Rohstoffe deutlich zu spüren bekommen und daher ihre Herstellkosten insgesamt noch besser im Auge behalten müssen", sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza laut Redetext auf der Hauptversammlung des MDAX-Unternehmens in Bielefeld.
Solarworld gewinnt US-Klage gegen chinesische Solarimporte
Es ist endlich eine gute Nachricht für die Solarbranche nach den Hiobsbotschaften der vergangenen Wochen: Das US-Handelsministerium hat Importe von chinesischen Solarprodukten in die USA wegen Dumpingpreisen mit Strafzöllen belegt und damit einer Klage der Solarworld AG und sechs weiteren Unternehmen stattgegeben. Die Solarworld-Aktie haussiert. Analysten sind jedoch skeptisch, ob das Urteil dem Konzern wirklich helfen wird.
ArcelorMittal verkauft US-Beteiligungen für 605 Millionen Dollar
Der Stahlkonzern ArcelorMittal verkauft seine Skyline Steel- und Astralloy-Geschäfte in der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA) an den amerikanischen Wettbewerber Nucor Corp. Der Kaufpreis liege bei rund 605 Millionen US-Dollar ohne die Übertragung von Verbindlichkeiten und Liquidität, teilte ArcelorMittal mit. Die Transaktion umfasse alle Anteile an den Skyline-Steel-Geschäften in den NAFTA-Ländern und der Karibik.
WSJ: HP könnte zu 30.000 Stellen streichen - Kreise
Hewlett-Packard (HP) will laut Kreisen mit einem massiven Jobabbau auf die fallenden Umsätze und Gewinne reagieren. Zwischen 25.000 und 30.000 Stellen wolle der weltgrößte Computerkonzern abbauen, sagten mit der Sache vertraute Personen. Das entspricht gut 8 Prozent der weltweiten Belegschaft, Ende Oktober beschäftigte HP etwa 350.000 Mitarbeiter.
WSJ: JP Morgan-CEO Dimon soll vor Senatsausschuss aussagen
Der Milliardenverlust bei J.P. Morgan ruft die Politiker auf den Plan. CEO James Dimon soll vor einem Ausschuss des US-Senats wegen des über 2 Milliarden US-Dollar großen Verlustes aus Handelswetten aussagen. Der Senator von South Dakota und Chairman des Bankenausschusses, Tim Johnson, kündigte an, Dimon einzuladen. Einen Zeitpunkt nannte Johnson nicht, die Anhörung könnte aber schon im Juni stattfinden.
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May 18, 2012 06:51 ET (10:51 GMT)
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