--Handelskommissar bringt Brüssel in Wallung
--Insider bestätigen diese Aussagen
--Währungskommissar Rehn dementiert
(Neu: Insiderinformationen)
BRÜSSEL (Dow Jones)--Der EU-Handelskommissar hat mit einem Interview ganz Brüssel und die Eurozone in Aufregung versetzt. Karel De Gucht brach in einem Gespräch mit der belgischen Zeitung De Standaard das Tabu und erklärte, die Eurozone bereite sich auf einen möglichen Austritt Griechenlands vor. Sein Kommissions-Kollege Olli Rehn versuchte am Nachmittag, den Schaden zu begrenzen, nachdem bereits eine EU-Sprecherin De Guchts Aussagen dementiert hatte. "Wir arbeiten nicht an einem Austritts-Szenario für Griechenland", betonte Rehn im Interview mit dem britischen TV-Sender Channel 4. "Wir arbeiten an einem Szenario, damit Griechenland im Euro bleibt."
Unterdessen haben hochrangige EU-Vertreter De Guchts Aussagen bestätigt. Demnach prüften verschiedene Expertengruppen bei der Europäischen Zentralbank als auch in einigen europäischen Hauptstädten die Auswirkungen eines Euro-Austritts Griechenlands. "Sie schauen sich an, wie sich ein Abschied auf die europäischen Rettungsschirme auswirken würde", sagte der Insider. Ein anderer mit den Vorgängen vertrauter EU-Offizieller sagte, die Pläne drehten sich nicht direkt um ein unmittelbares Euro-Aus Griechenlands, sondern seien ein Akt der "Weitsicht".
In seinem Interview mit De Standaard hatte De Gucht gesagt: "Die Europäische Zentralbank und die Europäische Kommission arbeiten an Notfallszenarien für den Fall, dass es Griechenland nicht schafft". Zu weiteren Details dieser Notfallpläne wollte er nichts sagen. Für Griechenland sei es vorrangig, die Reformen durchzuführen, um im Währungsblock bleiben zu können. "Griechenland muss zu den Vereinbarungen stehen, das ist die einzige rationale Option für das Land", sagte De Gucht.
-Von Matina Stevis und Vanessa Mock, Dow Jones Newswires,
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May 18, 2012 14:07 ET (18:07 GMT)
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