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WSJ: Verunsicherte Santander-Kunden ziehen Spareinlagen ab

LONDON (Dow Jones)--Die Unsicherheit über die finanzielle Lage spanischer Banken sorgt auch bei Sparern im Ausland für Beunruhigung. So zogen die Kunden der Banco Santander U.K. alleine am Freitag Spareinlagen über rund 200 Millionen Britische Pfund ab, sagte Steve Pateman, Leiter des Bankengeschäfts bei Santander UK. Zwar entspreche die Summe lediglich etwa 0,2 Prozent der gesamten Spareinlagen. Die Beunruhigung der Kunden sei aber deutlich zu spüren.

Die britische Santander sei den ganzen Tag über damit beschäftigt gewesen, verunsicherte Sparer angesichts neuer Negativ-Schlagzeilen zu beruhigen. Kunden seien über die labile Bankenbranche in Spanien und deren Auswirkungen auf die britische Bank beunruhigt. Befeuert wurden die Sorgen von der jüngsten Abstufung durch Moody's.

Die Ratingagentur hatte am Donnerstagabend die Bonität für 16 spanische Banken und Santander U.K. gekappt. Zur Begründung hatte Moody's vor allem auf das widrige Wirtschaftsumfeld in Spanien verwiesen, das von einer erneuten Rezession, einer anhaltenden Krise am Immobilienmarkt und einer hohen Arbeitslosenquote gekennzeichnet sei.

Einige Kunden der britischen Santander gingen nun auf Nummer Sicherheit. Zunächst informierten sie sich am Freitag in den Filialen über die finanzielle Situation der Bank, erklärte Bank-Manager Pateman. Dabei sei ihnen versichert worden, dass Santander U.K. vollkommen unabhängig von der spanischen Mutter sei. Dennoch hätten etwas weniger als ein Drittel dieser Kunden Spareinlagen abgezogen.

- Von David Enrich, The Wall Street Journal; 
+49 (0)69 29 72 51 10, unternehmen.de@dowjones.com 
 
DJG/DJN/kla/kko 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 18, 2012 15:24 ET (19:24 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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