Der scheidende RWE-Chef
Der 60-jährige Großmann scheidet am 30. Juni aus Altersgründen bei RWE aus. Ein großes Ziel hat er in seiner fast fünfjährigen Amtszeit nicht erreicht: die Verlängerung der Atomkraftwerks-Laufzeiten. Nach dem Unglück von Fukushima ist der Ausstieg vorgezogen worden. RWE hat dadurch Milliardeneinbußen erlitten.
In der "Bild"-Zeitung vom Samstag sagte Großmann, die Diskussion um die Energiewende werde unehrlich geführt. "Es ist zum Beispiel ganz klar, dass der Strom teurer wird. Weniger als fünf Cent kostet die Kilowattstunde aus Atom oder Braunkohle, über 30 Cent müssen wir für Solarstrom mit Einspeisegarantie zahlen", rechnete Großmann vor. "Das könnte den Standort NRW für energieintensive Industrie unattraktiv machen."
Inzwischen nehme der Wille zu mehr Klimaschutz ab, will Großmann beobachtet haben. "Die Sorge vor steigenden Energiepreisen nimmt zu, der Konsens der Staatengemeinschaft zu weitreichenden Maßnahmen zur Klimavorsorge ab", sagte er der "WAZ"./and/kie/DP/zb
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AXC0039 2012-05-19/17:48
