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MÄRKTE ASIEN/Leichte Griechenland-Entspannung nach G-8-Gipfel

HONGKONG (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Asien haben sich zum Wochenauftakt leicht erholt von den Verlusten der Vorwoche gezeigt. Die Stimmung gegenüber Griechenland und der Eurozone habe sich wieder etwas aufgehellt, nachdem sich die führenden Industrienationen im Rahmen des G-8-Gipfels am Wochenende für einen Verbleib des schuldenstrapazierten Landes in der Währungsunion ausgesprochen hätten, hieß es im Handel. Zudem hätten die jüngsten Äußerungen von Chinas Premier Wen Jiabao Hoffnungen auf weitere geldpolitische Lockerungen im Reich der Mitte gemacht. Trotz einiger Schnäppchenkäufe bleibe die Stimmung unter den Marktteilnehmern aber weiter angespannt, merkte ein Händler an.

In Tokio legte der Nikkei um 0,3 Prozent auf 8.634 Punkte zu, während der südkoreanische Kospi 0,9 Prozent auf 1.799 Punkte gutmachte. Der Shanghai Composite Index gewann um 0,2 Prozent auf 2.348 Punkte. Für den A&P/ASX 200 ging es in Sydney um 0,7 Prozent auf 4.074 Punkte aufwärts.

"Nach dem Ende der Berichtssaison sind die Anleger wieder zu ihrer bisherigen, apathischen und risikoscheuen Haltung zurückgekehrt", sagte ein Händler einer ausländischen Bank. "Während die Situation in Griechenland weiter vor sich hin köchelt und viele bereits mit den Austritt des Landes aus der Eurozone rechnen, gibt es daneben noch viele weitere Dinge über die man Sorgen machen kann - etwa den spanischen Immobilienmarkt und die Verfassung der europäischen Banken. Wir sind noch weit von einem Ende dieser Krise entfernt."

Die G-8-Chefs hatten sich am Wochenende intensiv mit Griechenland beschäftigt, das vor Neuwahlen am 17. Juni steht. "Wir wollen, dass Griechenland in der Eurozone bleibt, vorausgesetzt, es erfüllt seine Verpflichtungen", heißt es in der Gipfelerklärung. Damit stellten sich auch die USA hinter den deutschen Standpunkt, man könne den Hellenen keinen bedingungslosen Freifahrtsschein geben. Dass das Spar- und Reformprogramm für Athen gelockert werden könne, stehe nicht zur Debatte, sagte Merkel. Wohl könne man dem Land aber stärker helfen, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

"Die Investoren sind sehr nervös hinsichtlich der Frage, wieviel Kapazität und Willen die Regierungen haben, um Volkswirtschaften zu stützen und das Wachstum zu erhalten", sagte Angus Gluskie von White Funds.

Vier Wochen vor der erneuten Parlamentswahl in Griechenland bleibt die politische Lage in dem Land unberechenbar. In einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage war das linksradikale Bündnis Syriza mit 28 Prozent der Stimmen stärkste Kraft vor der konservativen Nea Dimokratia mit 24 Prozent; in einer Umfrage zwei Tage zuvor war das Kräfteverhältnis umgekehrt. Der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias löste am Samstag das Parlament in Athen auf, um den Weg für Neuwahlen freizumachen.

In China hat Premierminister Wen Jiabao indessen die Wichtigkeit geldpoltischer Anpassungen zur Stützung des Konjunkturwachstums hervorgehoben. Angesichts der enttäuschenden Wirtschaftsdaten des Landes in der vergangenen Woche stiegen damit die Hoffnungen der Anleger auf monetäre Lockerungen in China. Das stützte unter anderem die Immobilienwerte: In Schanghai gewannen China Vanke 1,5 Prozent, während die in Hongkong gelisteten China Resources Land um 1,7 Prozent anzogen.

Am Devisenmarkt gab der Euro frühe Gewinne zum US-Dollar wieder ab und notierte bei 1,2777. Der als sicherer Hafen geltende japanische Yen legte im späten Geschäft etwas zu, nachdem er im Tagesverlauf zum Dollar im Minus gelegen hatte.

In Südkorea wurden der Aktien- als auch der Devisenmarkt zusätzlich von der Meldung gestützt, dass die Pensionskasse des Landes rund 620 Milliarden Won (415 Millionen Euro) am Aktienmarkt investieren will. Der Dollar gab auf 1.166 Won nach, verglichen mit 1.173 Won am Freitag. Am Aktienmarkt zogen die Schwergewichte Samsung Electronics um 3,7 Prozent an, Hyundai Motor gewannen 3,5 Prozent.

INDEX                               Stand  +- in %  Handelsende 
aktuell                                     (MESZ) 
S&P/ASX 200 (Sydney)             4.073,60   +0,67%        08.00 
Nikkei-225 (Tokio)               8.633,89   +0,26%        08.00 
Kospi (Seoul)                    1.799,13   +0,94%        08.00 
Shanghai-Composite (Schanghai)   2.348,49   +0,17%        09.00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)      18.949,38   -0,01%        10.00 
Straits-Times (Singapur)         2.781,43   +0,08%        11.00 
 
DEVISEN    zuletzt  +/- %   0.00 Uhr  Fr, 9.55 Uhr 
EUR/USD     1,2781  +0,0%     1,2779       1,26755 
EUR/JPY   101,2983  +0,1%   101,2312     100,49929 
USD/JPY    79,3150  +0,1%    79,2110        79,285 
USD/KRW  1168,7800  +0,0%  1168,6500        1172,1 
USD/CNY     6,3270  -0,0%     6,3292        6,3292 
AUD/USD     0,9850  +0,0%     0,9846       0,98395 
 
DJG/DJN/kko 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 21, 2012 03:46 ET (07:46 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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