Sixt
Zwischen Januar und März drückten vor allem die Kosten für den Aufbau des ehrgeizigen US-Geschäfts die Zahlen der Oberbayern, auch höhere Ausgaben für die Flotte belastete die Bilanz. Zudem war das erste Quartal 2011 wegen Sondereffekten besser gelaufen als normalerweise. Das Startviertel gilt in der Branche gerade in Deutschland als eher schwächerer Abschnitt im Vermietgeschäft. "Tatsache ist, dass wir ein erfreuliches erstes Quartal vorzuweisen haben", sagte Sixt. Das zweite Viertel habe ebenfalls gut begonnen.
"Sixt hat sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres voll und ganz im Rahmen der Erwartungen entwickelt. Zugleich bestätigt sich unsere Einschätzung, dass Sixt auch 2012 gut verdienen wird, auch wenn der Rekordgewinn des vergangenen Jahres nur schwer wieder erreichbar sein wird." Unter dem Strich machte Sixt zum Jahresstart ein Plus von 17,9 Millionen Euro, gut 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz wuchs um 4,5 Prozent auf 380,8 Millionen Euro.
Vor allem im Vermietgeschäft ging es aber weiter bergauf - das Geschäft laufe trotz der durch die Schuldenkrise schwierigen Rahmenbedingungen weiter ausgesprochen gut, sagte Sixt. Dabei sei die Entwicklung nur schwer vorhersehbar. Autovermieter hängen wegen des großen Anteils von Geschäftsreisenden sehr an der Konjunktur und spüren Schwankungen in der Wirtschaftsentwicklung recht kurzfristig.
Auch deswegen setzt Sixt vor allem im Ausland auf das Geschäft mit Touristen und will vor allem dort weiter wachsen. Der Konzern will sich damit auch unabhängiger vom deutschen, aber auch vom europäischen Markt machen. "Vor allem packen wir die USA jetzt stärker an", sagte Sixt.
Vergangenes Jahr war Sixt auf dem riesigen und hart umkämpften US-Markt zunächst in Florida gestartet - und ist vom bisherigen Erfolg selbst ein wenig überrascht. Mit einem Partner ist Sixt nun auch in den wichtigen Ferienregionen Thailands vertreten. "Wir schließen allmählich die letzten weißen Flecken auf der Landkarte."/sbr/DP/enl
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AXC0146 2012-05-22/13:32
