(neu: Details zu Vodafone Deutschland)
LONDON (dpa-AFX) - Der weltgrößte Mobilfunkkonzern Vodafone
"Unsere Geschäftsentwicklung und Fähigkeit, Größeneffekte auszuspielen bleibt stark. Daher können wir in den meisten Ländern Marktanteile halten und hinzugewinnen und dort den Rückgang der operativen Margen verlangsamen", sagte Konzernchef Vittorio Colao. Er will die Welle des Datenbooms weiter reiten. Im vergangenen Jahr wechselte Vodafone zu Tarifen, welche klar vom jeweiligen Datenkonsum abhängen.
Der Umsatz legte im vergangenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 46,4 Milliarden Britische Pfund (57,4 Mrd Euro) zu. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) schrumpfte hingegen wegen hoher Kosten für Umstrukturierungen leicht auf 14,5 Milliarden Pfund. Damit erfüllte Vodafone die Markterwartungen. Unterm Strich verbuchte der Konzern ein Minus von 14 Prozent auf 7,55 Milliarden Pfund. Colao gab einen eher pessimistischen Einblick in die künftige Geschäftsentwicklung. Wegen des weiterhin schwierigen Marktumfeldes in Europa werde der freie Barmittelzufluss, der im vergangenen Jahr von 7 auf 6,1 Milliarden Pfund gesunken war, auf 5,3 bis 5,8 Milliarden Pfund zurückgehen.
In Großbritannien versucht Vodafone mit einem 1,04 Milliarden Pfund schweren Angebot, den Festnetzbetreiber Cable & Wireless Worldwide zu übernehmen. Mit dessen Glasfasernetz will Vodafone die vom Datenstrom stark in Anspruch genommenen Mobilfunknetze entlasten.
In Deutschland, wo das Unternehmen seit der Übernahme von Mannesmann aktiv ist, verlor Vodafone Kunden, legte aber dank des Smartphone-Booms beim Umsatz zu. Die Serviceerlöse kletterten im Geschäftsjahr über alle Sparten um 1,2 Prozent auf rund 8,9 Milliarden Euro. Der Erfolg der Smartphones und das Geschäft mit Unternehmenskunden befeuerten die Bilanz. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten wuchs um mehr als 20 Prozent, das Firmenkundengeschäft nahm um gut 5 Prozent zu. Das EBITDA schrumpfte allerdings wegen hoher Kosten für Umstrukturierungen im Festnetzbereich um 1,1 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Die Zahl der Mobilfunk-Kunden nahm deutschlandweit um 0,7 Prozent auf knapp 36,5 Millionen ab, die Zahl der DSL-Kunden sank sogar um rund 2 Prozent auf rund 3,4 Millionen./fn
ISIN GB00B16GWD56
AXC0218 2012-05-22/16:16
