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IG Metall in Bayern und im Tarifbezirk Mitte übernimmt Metallabschluss

BAD GÖGGING/FRANKFURT (Dow Jones)--Die IG Metall Bayern und der Metallbezirk Mitte haben den in Baden-Württemberg erzielten Pilotabschlusses mit den Metallarbeitgebern angenommen. Das Ergebnis bringt den Beschäftigten rückwirkend zum 1. Mai 4,3 Prozent mehr Geld, wie die Gewerkschaft mitteilte.

Der Metallbezirk Mitte umfasst die Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. Zusammen mit den Beschäftigten in Bayern arbeiten 1,1 Millionen Menschen für die Unternehmen der Branche in diesen Ländern. Neben der Lohnsteigerung ist außerdem vereinbart worden, dass Auszubildende zukünftig im Grundsatz unbefristet übernommen und die Mitbestimmungsrechte für Betriebsräte beim Einsatz von Leiharbeit gestärkt werden. Die IG Metall hatte zuvor ein Plus von 6,5 bei den Löhnen gefordert.

Bayerns IG Metall Bezirksleiter Jürgen Wechsler erklärte: "Wir haben bei allen drei Forderungen viel erreicht. Für alle IG Metall-Mitglieder bringt er spürbar mehr Einkommen, deutlich oberhalb der erwarteten Preissteigerung." Der hessische IG-Metallchef zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem Erreichten. "Dass zukünftig Auszubildende in der Regel unbefristet übernommen werden müssen, bietet Jugendlichen eine echte Perspektive. Das eröffnet Tausenden von jungen Menschen eine gesicherte Berufsperspektive", sagte Armin Schild in Frankfurt. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite im Tarifbezirk Mitte, Eduard Kulenkamp, wies darauf hin, dass die Entgelterhöhung für manche Unternehmen an die Schmerzgrenze gehe.

Die Gewerkschaft hat sich außerdem mit der Zeitarbeitsbranche geeinigt. Leiharbeiter bekommen in Zukunft bundesweit in der Metall- und Elektroindustrie mehr Geld. Zeitarbeiter aller Lohngruppen erhalten ab dem 1. November stufenweise ein Plus zwischen 15 auf 50 Prozent. Für einen Facharbeiter sind das nach IG-Metallzahlen zwischen 246 und 819 Euro mehr pro Monat. Der Aufschlag hängt von der Länge des Einsatzes in einem Betrieb ab.

-Von Christian Grimm, Dow Jones Newswires, 
+49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com 
DJG/chg/jhe 
 

(END) Dow Jones Newswires

May 22, 2012 13:31 ET (17:31 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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