--Italienische Banken steigen bei Londoner Börse aus
--Verkauf innerhalb eines Tages möglich
--Mittel werden zur Stärkung der Bilanz eingesetzt
(NEU: Hintergrund, Details)
Von Giada Zampano und Giovanni Legorano DOW JONES NEWSWIRES
ROM (Dow Jones)--Die Londoner Börse LSE verliert zwei Großaktionäre. Die beiden italienischen Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo verkaufen ihre Beteiligung von zusammen 11,5 Prozent, wie beide Institut separat mitteilten. Die Aktien der London Stock Exchange Group plc werden institutionellen Investoren in einem beschleunigten Bookbuildingverfahren angeboten.
Intesa trennt sich dabei von ihrer 5,4-prozentigen Beteiligung, UniCredit verkauft 6,1 Prozent. Die beiden Banken hatten ihre Anteile an der Londoner Börse im Jahr 2007 erhalten. Damals hatte die LSE den italienischen Handelsplatz Borsa Italiana erworben, deren Großaktionäre die beiden Banken waren. Die Transaktion wurde in Aktien bezahlt.
Gemessen am aktuellen Aktienkurs können die beiden Institute mit einem Verkaufserlös von 140 bis 150 Millionen britischen Pfund rechnen. Ein Informant sagte, der Verkauf der Aktien werde wahrscheinlich innerhalb eines Tages abgeschlossen sein. Die beiden Banken würden den zuletzt gestiegenen Aktienkurs der LSE nutzen. Für sie sei die Beteiligung nicht strategisch. Es sei den Finanzhäusern wichtiger, mit den frischen Mitteln ihre Bilanz zu stärken.
Unklar blieb am Dienstagabend, wer an dem Kauf der Anteile interessiert sein könnte. Weitere Großaktionäre der Londoner Börse kommen aus dem Nahen Osten. So hält der Börsenbetreiber aus Dubai gut 20 Prozent, während der Staatsfonds Katars auf gut 15 Prozent kommt.
-Von Giada Zampano und Giovanni Legorano, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/jhe/sha
(END) Dow Jones Newswires
May 22, 2012 13:55 ET (17:55 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
