Der künftige Co-Chef der Deutschen Bank
In der Bank gibt es Sorgen, dass nach dem Machtwechsel der Heimatmarkt für die Deutsche Bank an Bedeutung verlieren könnte. Am ersten Juni löst Jain zusammen mit dem bisherigen Deutschland-Chef Jürgen Fitschen den langjährigen Vorstandschef Josef Ackermann ab. Bislang hielten sich die beiden weitgehend bedeckt, mit welcher Strategie sie das Unternehmen in die Zukunft führen wollen.
Für Europa sei er langfristig optimistisch, sagte Jain. Allerdings müsse dafür das Hellas-Problem gelöst werden. "Die Situation in Griechenland ist zweifelsohne besorgniserregend", sagte Jain. Aus den anderen Krisenstaaten Italien, Spanien, Portugal und Irland gebe es dagegen ermutigende Signale.
Jain betonte, dass die Bank bei der Erfüllung der neuen strengeren Kapitalvorschriften (Basel III) gut vorankomme: "Unsere Kapitalquote liegt genau da, wo wir sie haben wollen." Damit zerstreute er Sorgen, dass das künftige Top-Management zu einer Kapitalerhöhung greifen könnte. Darüber war in den vergangenen Monaten immer wieder spekuliert worden. Die Bank hatte stets betont, die Vorschriften aus eigener Kraft zu erfüllen und dafür nicht den Kapitalmarkt anzapfen zu müssen.
Bereits Anfang Februar hatte Jain angekündigt, auch im Investmentbanking wachsen zu wollen und dabei die Schwäche der Konkurrenz nutzen zu wollen. Im CNBC-Interview betonte er nun, dass es dabei vor allem um organisches Wachstum gehe und Zukäufe nicht zur Strategie gehörten.
Jain räumte ein, dass die Investmentbanken in den vergangenen
fünf Jahren viel Vertrauen eingebüßt hätten. Um dies wieder
herzustellen, seinen viele Schritte eingeleitet worden. Neben der
Verbesserung der Liquidität und der Kapitalausstattung stehe der
Kunde wieder stärker im Fokus.. Einfache Lösungen gebe es aber
nicht. Inwiefern die milliardenschweren Spekulationsverluste bei der
US-Großbank JPMorgan
ISIN DE0005140008
AXC0198 2012-05-22/15:43
