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TAGESTHEMA
Der amerikanische Computerhersteller Dell hat für das erste Quartal 2012 wie erwartet schwache Zahlen vorgelegt. Doch das Ergebnis blieb noch weit hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der gebeutelte Festplattenmarkt hat sich immer noch nicht von den Überschwemmungen in Thailand erholt im vergangenen Jahr erholt, es gibt nach wie vor Lieferengpässe. Dell ringt seit längerer Zeit mit einer ausreihenden Belieferung mit Festplatten, vor allem bei Hochleistungsfestplatten. Zuletzt hatte Dell mehr für die erhaltenden Teile bezahlt und zudem verstärkt Festplatten mit einer geringeren Leistung verbaut. Das zehrte zumindest im Vorquartal an den Gewinnen.
Im ersten Quartal sank der Gewinn von Dell um 33 Prozent auf 635 Millionen US-Dollar. Das Ergebnis je Aktie betrug 0,36 Dollar, das sind 5 Cent weniger als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 14,4 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal rechnet der Computerhersteller mit einem Umsatzanstieg von 2 bis 4 Prozent, was 14,71 bis 15 Milliarden Dollar bedeuten würde. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten mit einer Prognose von 15,42 Milliarden gerechnet. Im nachbörslichen Handel verloren die Aktien von Dell fast 13 Prozent.
AUSBLICK UNTERNEHMEN +
In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):
22.05 Hewlett-Packard, Ergebnis 2Q (0,91)
AUSBLICK KONJUNKTUR
- US
16:00 Neubauverkäufe April
PROGNOSE: +2,1% gg Vm
zuvor: -7,1% gg Vm
16:00 FHFA, Hauspreisindex März und 1Q
März
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: +0,3% gg Vm
ÜBERSICHT INDIZES
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.308,30 -0,49% Nasdaq-Future 2.522,75 -0,49% Nikkei-225 8.571,81 -1,71% Hang-Seng-Index 18.717,02 -1,69% Shanghai-Composite 2.356,15 -0,72% Kospi 1.805,77 -1,25% S&P/ASX 200 4.073,70 -1,15%
FINANZMÄRKTE
OSTASIEN (VERLAUF)
Der kurze Anflug von Optimismus bei den Anlegern in Asien ist bereits wieder verflogen. Schuld sind Aussagen des ehemaligen griechischen Premierministers Papademos, wonach ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone denkbar sei. Das dämpft die Hoffnungen auf positive Impulse von Seiten des heutigen EU-Sondergipfels. Die Abstufung der japanischen Bonität durch Fitch vom Vortag tut ihr Übriges, genauso wie ein größer als erwartet ausgefallenes Handelsbilanzdefizit in Japan. Profiteur der Nachrichtenlage ist der US-Dollar, der sowohl gegen den Euro als auch den Yen um jeweils rund 0,5 Prozent anzieht. Konjunktursensible Aktien und Rohstoffwerte stehen unter Druck. Am japanischen Aktienmarkt zählen Immobilienwerte zu den deutlichsten Verlierern, belastet von enttäuschten Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen durch die Bank of Japan. Mitsubishi Estate verlieren 2 Prozent und Mitsui Fudosan geben um 1,4 Prozent nach.
US-NACHBÖRSE
Dell brachen um 12,9 Prozent ein, nachdem der Computerhersteller mit schwachen Zahlen für das erste Quartal 2012 die Erwartungen verfehlt hatte. Die Titel von Morgan Stanley büßten unterdessen 0,7 Prozent ein. Ein Vertreter des Bundesstaates Massachusetts teilte mit, dass die Wertpapierbehörde des Staates eine Vorladung an das Kreditinstitut übermittelt hat. Dabei soll es sich um die Behandlung von sensiblen Informationen im Vorfeld des Facebook-Börsengangs drehen.
WALL STREET
Index Schlussstand Bewegung % Bewegung abs.
Dow Jones Industrial 12.502,81 -0,0% -1,67
S&P-500 1.316,63 +0,0% +0,64
Nasdaq-Composite 2.839,08 -0,3% -8,13
Nasdaq-100 2.539,20 -0,2% -6,23
Vortag
Umsatz (Aktien) 0,85 Mrd 0,80 Mrd
Gewinner 1.580 2.604
Verlierer 1.483 439
Unverändert 92 93
Im Vorfeld des morgigen EU-Gipfels waren es erneut die Sorgen um die Zukunft der Eurozone, die belasteten. Der ehemalige griechische Ministerpräsident Papademos hatte die Furcht mit Aussagen während des Späthandels angefeuert. Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden - was denkbar sei -, würde dies weitreichende Folgen für die Währungsgemeinschaft zeitigen, so der griechische Politiker. Zuvor hatten vor allem gute Daten vom heimischen Häusermmarkt für Kauflaune gesorgt. Facebook setzten ihren enttäuschenden Weg nach unten fort. Auch am dritten Handelstag geriet der Titel unter Druck und gab 8,9 Prozent ab. Ganz oben auf den Kauflisten standen Finanzwerte, die sich von den jüngsten Verlusten erholten. Ariba haussierten um 19 Prozent auf 44,87 Dollar. Im Handelsverlauf wurde mitgeteilt, dass die deutsche SAP das Unternehmen zu einem Preis von 45 Dollar je Aktie übernehmen wird.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 99-26/32 -8/32 1,77% 30-Jährige 102-22/32 -1-5/32 2,87%
Am Anleihemarkt machten die Notierungen einen Teil ihrer zuvor höheren Verluste wett. Eine Auktion zweijähriger Notes war gut verlaufen.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 9.40 Uhr EUR/USD 1,2667 -0,1% 1,2679 1,2795 EUR/JPY 100,8344 -0,6% 101,4108 101,69104 USD/JPY 79,5980 -0,5% 79,9825 79,4735 USD/KRW 1171,9500 +0,5% 1166,5800 1163,3 USD/CNY 6,3208 -0,1% 6,3208 6,3208 AUD/USD 0,9760 -0,4% 0,9794 0,9924
ROHSTOFFE
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 91,29 91,85 -0,61 -0,56 Brent/ICE 107,87 108,41 -0,50 -0,54
Der stärkere Dollar lastete auf dem Ölpreis. Der Juli-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI fiel im Settlement um 0,91 Dollar oder 1 Prozent auf 91,66 Dollar. Am Markt wurde dies auch mit einer leichten Entspannung in der Irankrise begründet.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.558,93 1.568,40 -0,6% -9,47 Silber (Spot) 27,75 27,97 -0,8% -0,22 Platin (Spot) 1.430,00 1.444,05 -1,0% -14,05 Kupfer-Future 3,47 3,49 -0,5% -0,02
MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR
GELDPOLITIK JAPAN
Die Bank of Japan hat die Geldpolitik vorerst nicht weiter gelockert. Die Währungshüter beließen das Volumen für Wertpapierankäufe bei 70 Billionen Yen. Das Programm ist das Hauptinstrument der Geldpolitik, weil der Leitzins auf dem historischen Tiefststand nahe Null verbleibt und sein Spielraum ausgeschöpft ist. Das Ergebnis der Zentralbank-Sitzung war von Volkswirten weithin erwartet worden.
WAHLKAMPF USA
Gut fünf Monate vor der US-Präsidentschaftswahl liegen Amtsinhaber Barack Obama und sein voraussichtlicher Herausforderer Mitt Romney in Umfragen nahezu gleichauf. Wie aus einer Erhebung der Zeitung Washington Post und des Senders ABC News hervorgeht, befürworteten 49 Prozent der Befragten die Wiederwahl Obamas, 46 Prozent sprachen sich für Romney aus.
Der Börsengang von Facebook wird immer mehr zum Fiasko. Wie mit dem Vorgang vertraute Personen berichten, haben Analysten von mindestens zwei der Emissionsbanken noch wahrend der Werbetour, der so genannten Roadshow in der Woche vor dem IPO ihre Finanzprognosen für das Unternehmen gesenkt. Die korrigierten Zahlen wurden offenbar aber nur einigen Anlegern zur Verfügung gestellt.
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DJG/raz/kko
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May 23, 2012 01:31 ET (05:31 GMT)
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