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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

=== 

SPRUCH

"Großes wird auf Gipfeltreffen nicht bewegt, aber Schlimmeres verhindert" (Helmut Schmidt)

TAGESTHEMA

Im Mittelpunkt des Interesses stehen das informelle Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs am Nachmittag in Brüssel und die weitere Entwicklung in Griechenland. Am Vorabend hatte der ehemalige griechische Premierminister Lucas Papademos erklärt, ein Austritt des Landes aus der Eurozone sei denkbar. Die Griechen hätten keine Wahl: Entweder die verabredeten Sparmaßnahmen würden eingehalten oder es stehe der Austritt aus der Gemeinschaftswährung bevor, so der Politiker.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

07:00 LU/SAF-Holland SA, Ergebnis 1Q, Luxemburg

08:00 AT/Vienna Insurance Group AG (VIG), Ergebnis 1Q, Wien

10:00 DE/Commerzbank AG, HV, Frankfurt

10:00 DE/SAP AG, HV, Mannheim

10:30 DE/Metro AG, HV, Düsseldorf

18:00 CH/Highlight Communications AG, Ergebnis 1Q, Pratteln

DIVIDENDENABSCHLAG

Pfeiffer Vacuum Tech.     3,15 EUR 
   Centrotec Sustainable     0,10 EUR 
   Realtech AG               0,30 EUR 
   GFT Technologies          0,15 EUR 
   Dierig Holding            0,15 EUR 
   SMA Solar Technol.        1,30 EUR 
   Wacker Neuson             0,50 EUR 
   ArcelorMittal             0,147 EUR 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- IT 
    10:00 Verbrauchervertrauen Mai 
          PROGNOSE: 90,0 
          zuvor:    89,0 
 
- GB 
    10:30 Einzelhandelsumsatz April 
          PROGNOSE: -1,0% gg Vm/+0,6% gg Vj 
          zuvor:    +1,8% gg Vm/+3,3% gg Vj 
 
- US 
    16:00 Neubauverkäufe April 
          PROGNOSE: +2,1% gg Vm 
          zuvor:    -7,1% gg Vm 
    16:00 FHFA, Hauspreisindex März und 1Q 
          März 
          PROGNOSE: +0,5% gg Vm 
          zuvor:    +0,3% gg Vm 
 
 

AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN

11.30 DE/Auktion 0,0-prozentiger Bundesschatzanweisungen mit 
         Laufzeit Juni 2014 im Volumen von 5 Mrd EUR 
 
12.00 DE/Auktion 0,1-prozentige inflationsindexierte Anleihe 
         mit Laufzeit April 2023 im Volumen von 1,5 Mrd EUR 
 
12.00 CZ/Auktion variabel verzinster Anleihe mit Laufzeit April 2023 
         im Volumen von 2 bis 4 Mrd CZK 
         Auktion von 4,6-prozentiger Anleihe mit Laufzeit August 2018 
         im Volumen von 3 bis 5 Mrd CZK 
 
 

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX                 zuletzt      +/- % 
DAX                  6.435,60     +1,65% 
DAX-Future           6.380,00     +0,24% 
XDAX                 6.378,53     +0,24% 
MDAX                10.427,42     +2,54% 
TecDAX                 762,57     +1,49% 
Euro-Stoxx-50        2.192,85     +1,99% 
Stoxx-50             2.295,07     +1,84% 
Dow-Jones           12.502,81     -0,01% 
S&P-500-Index        1.316,63     +0,05% 
Nasdaq-Comp.         2.839,08     -0,29% 
EUREX                 zuletzt      +/- Ticks 
Bund-Future            143,48     +1 
 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Schwächere Kurse sind an Europas Börsen zum Handelsstart zu erwarten. "Ein DAX bei 6.350 Punkten ist wohl eine realistische Indikation für den Start", sagt ein Händler. Die Aussage des ehemaligen griechischen Premiers Papademos, das Land treffe Vorbereitungen für einen Ausstieg aus dem Euro, sei angesichts der Faktenlage alles andere als eine Überraschung. Sie habe jedoch das mit dem EU-Gipfel verbundene Enttäuschungspotenzial noch einmal ins Licht gerückt. "Vor den Wahlen in Griechenland am 17. Juni gibt es für die Finanzmärkte keine Klarheit in dieser Frage", sagt der Händler. Weder zu Griechenland noch zu Eurobonds dürfte es vom EU-Gipfel klare Aussagen geben, ist sich ein anderer Händler sicher. "Der Risiko-Appetit ist derzeit nur hauchdünn", sagt Richard Wiltshire von ETX Capital in London. Den Forderungen Italiens und Frankreichs nach Eurobonds werde sich Deutschland auf dem Gipfel mit dem Argument entgegen stellen, dass zuvor erst die wirtschaftliche und fiskalische Integration in der Eurozone vorangebracht werden müsse.

DAX/MDAX/TECDAX

HeidelbergCement (+4,7 Prozent) profitierten von den US-Immobilienmarktdaten. Hoffnungen auf Konjukturstimuli trieben Daimler um 3,1 Prozent nach oben, Infineon verteuerten sich um 3,0 Prozent. Schwächer als der Gesamtmarkt zeigten sich hingegen Bayer (+0,6 Prozent). Das Medikament Nexavar hat sich in einer Lungenkrebs-Studie zwar als Fehlschlag erwiesen, die Milliardenhoffnungen der Leverkusener ruhen aber auf anderen Produkten. Mit einem Plus von 0,9 Prozent entwickelten sich auch ThyssenKrupp unterdurchschnittlich. Die Wettbewerbshüter der EU wollen sich den Verkauf der Edelstahlsparte an den finnischen Konzern Outokumpu genauer anschauen und kündigten eine vertiefte Prüfung an.

XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.379 (XETRA-Schluss: 6.436) Punkte

Im Mittelpunkt standen SAP, nachdem das Unternehmen am Abend die Übernahme des US-Unternehmens Ariba für 4,3 Milliarden Dollar mitgeteilt hatte. Von einer "teuren Sache" sprach ein Händler von Lang & Schwarz. Die Aktie wurde mit 47 Euro deutlich unter den Xetra-Schlusskurs (47,81 Euro) gestellt.

USA / WALL STREET

Im Vorfeld des EU-Gipfels waren es erneut die Sorgen um die Zukunft der Eurozone, die belasteten. Der ehemalige griechische Ministerpräsident Papademos hatte die Furcht mit Aussagen während des Späthandels angefeuert. Sollte Griechenland aus der Eurozone ausscheiden - was denkbar sei -, würde dies weitreichende Folgen für die Währungsgemeinschaft bedeuten, so der griechische Politiker. Zuvor hatten vor allem gute Daten vom heimischen Häusermmarkt für Kauflaune gesorgt. Facebook setzten ihren enttäuschenden Weg nach unten fort. Auch am dritten Handelstag geriet der Titel unter Druck und gab 8,9 Prozent ab. Ganz oben auf den Kauflisten standen Finanzwerte, die sich von den jüngsten Verlusten erholten. Ariba haussierten um 19 Prozent auf 44,87 Dollar. Im Handelsverlauf wurde mitgeteilt, dass die deutsche SAP das Unternehmen zu einem Preis von 45 Dollar je Aktie übernehmen wird.

DEVISENMARKT

Der Euro notiert zu Beginn des europäisch dominierten Handels am Mirrwochmorgen weiter unter der Marke von 1,27 Dollar. Erneute Sorgen bezüglich Griechenlands mit den Aussagen von Lucas Papdemos und Zurückhaltung vor dem EU-Gipfel am Abend belasten. Die Gemeinschaftswährung habe den Fall unter das jüngste Viermonatstief von 1,2642 Dollar nur denkbar knapp vermieden, heißt es aus dem Handel.

DEVISEN   zuletzt  +/- %  0.00 Uhr  Di, 18.00 Uhr 
EUR/USD    1,2670  -0,1%    1,2679         1,2729 
EUR/JPY  100,8555  -0,5%  101,4108       101,8512 
EUR/CHF    1,2012  -0,0%    1,2012         1,2011 
USD/JPY   79,6050  -0,5%   79,9825        79,9755 
GBP/USD    1,5752  -0,1%    1,5765         1,5775 
 
 

ROHSTOFFE

ÖL

Sorte/Handelsplatz  aktuell  Vortag (Settlmt)  Bewegung %  Bewegung abs. 
WTI/Nymex           91,10    91,85             -0,82       -0,75 
Brent/ICE           107,87   108,41            -0,50       -0,54 
 
 

Der stärkere Dollar lastete auf dem Ölpreis. Der Juli-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI fiel im Settlement um 0,91 Dollar oder 1 Prozent auf 91,66 Dollar. Am Markt wurde dies auch mit einer leichten Entspannung in der Irankrise begründet.

METALLE

Metall              aktuell        Vortag  Bewegung %  Bewegung abs. 
Gold (Spot)        1.558,61      1.568,40       -0,6%          -9,80 
Silber (Spot)         27,77         27,97       -0,7%          -0,20 
Platin (Spot)      1.429,50      1.444,05       -1,0%         -14,55 
Kupfer-Future          3,47          3,49       -0,5%          -0,02 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

Bank of Japan setzt auf Lockerungspause

Die Bank of Japan (BoJ) hat die Geldpolitik vorerst nicht weiter gelockert. Die Währungshüter beließen das Volumen für Wertpapierankäufe bei 70 Billionen Yen. Das Programm ist das Hauptinstrument der Geldpolitik, weil der Leitzins auf dem historischen Tiefststand nahe Null verbleibt und sein Spielraum ausgeschöpft ist. Das Ergebnis der Zentralbank-Sitzung war von Volkswirten weithin erwartet worden. Die Notenbanker der BoJ sorgen sich aber wieder verstärkt um Schockwellen aus Europa, die die japanische Wirtschaft bedrohen könnten.

IWF und OECD drängen auf Eurobonds

IWF-Chefin Christine Lagarde drängt die Euroländer dazu, stärker gemeinsam für ihre Schulden zu haften. Lagardes Forderung kam nur eine Stunde, nachdem die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Einführung von Euro-Bonds gutgeheißen hatte.

Indexänderungen im STOXX-Europe-600

Die Aktien von GSW Immobilien, Hugo Boss, Leoni und freenet steigen in den STOXX-Europe-600-Index auf. Die Änderungen treten mit Handelsbeginn am 18. Juni in Kraft.

SAP übernimmt Ariba für 4,3 Milliarden Dollar

Der Softwarekonzern SAP wird das US-Unternehmen Ariba für 4,3 Milliarden US-Dollar übernehmen. SAP zahlt für jede Ariba-Aktie 45 Dollar, das entspricht einem Aufschlag von 20 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag.

Bayer-Mittel Xarelto wird in Großbritannien von Krankenkassen bezahlt

Großbritanniens staatliches Gesundheitssystem übernimmt die Kosten für eine Behandlung von Patienten mit Vorhofflimmern mit dem Bayer-Mittel Xarelto. Die zuständige Kostenkontrollaufsicht NICE empfahl den Einsatz des Gerinnungshemmer zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien in einer abschließenden Stellungnahme.

Facebooks Börsengang wird zum Fiasko - Kreise

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

May 23, 2012 01:34 ET (05:34 GMT)

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© 2012 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

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