MAILAND (Dow Jones)--Die beiden größten italienischen Banken haben mit dem Verkauf ihrer gesamten Anteile an dem Londoner Börsenbetreiber London Stock Exchange Group PLC (LSE) Kasse gemacht. UniCredit und Intesa Sanpaolo veräußerten zusammen über 30 Millionen Aktien an der LSE im Gegenwert von rund 300 Millionen Britischen Pfund.
Beide Institute streichen mit der Veräußerung satte Gewinne ein. Intesa kann sich über einen Gewinn von netto 105 Millionen Euro freuen, bei UniCredit sind es 120 Millionen Euro.
Die Käufer sind nicht bekannt. Die italienische Zeitung MF-Milano Finanza berichtet aber ohne Nennung von Quellen, dass sich die Börse Dubai und der katarische Staatsfonds Qatar Investment Authority die Anteile gesichert haben. Beide sind schon mit 20,6 bzw 15,08 Prozent an der LSE beteiligt. Für einen Kommentar war keiner von beiden zu erreichen.
Der Anteilsverkauf sei sinnvoll für die beiden Banken, sagte Phil Dobbin von Execution Noble. Die Institute profitierten von dem jüngsten Anstieg des LSE-Kurses. Zudem können die Banken das Geld gut gebrauchen, da sie ihre Kapitalsituation an die neuen Anforderungen nach Basel III anpassen müssen.
"Sie ziehen einen Vorteil aus den zuletzt guten Ergebnissen der LSE", so Dobbin. Allerdings könnte es auch sein, dass sie etwas zu früh verkauft haben. Seiner Meinung nach ist das Unternehmen derzeit unterbewertet. Execution Noble sieht das Kursziel der LSE-Aktie bei 1.240 Pence. UniCredit und Intesa haben bei 960 Pence verkauft.
-Von Giovanni Legorano, Dow Jones Newswires, (Max Colchester hat zu diesem Bericht beigetragen) +49 (0)69 29725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mgo/sha
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May 23, 2012 05:48 ET (09:48 GMT)
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