MADRID (Dow Jones)--Die spanische Großbank Santander hat laut Kreisen Konsortialführer für den geplanten Börsengang ihrer rasant wachsenden mexikanischen Tochter ausgewählt. Die Deutsche Bank und die schweizerische UBS sowie Santanders eigene Investmentbank sollen die Transaktion begleiten, wie mit der Sache vertraute Personen sagten.
Die Banco Santander SA will ein Viertel der mexikanischen Bank via Börsengang verkaufen, der zum größten IPO in der Geschichte des Landes werden könnte. Die Tochter könnte mit 15 bis 20 Milliarden US-Dollar bewertet werden, war aus Kreisen bereits verlautet. Bei einem Verkaufspreis am unteren Ende der Spanne könnte Santander 3,75 Milliarden US-Dollar einsammeln.
Das Geschäft der Spanier in Mexiko boomt. Der Gewinnbeitrag wuchs im vergangenen Jahr um 46 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar, die Kreditvergabe legte auf Jahresbasis 30 Prozent zu. Die starke Entwicklung hat sich zum Jahresauftakt fortgesetzt, Santander erzielte im ersten Quartal in Mexiko gut 13 Prozent des gesamten Konzerngewinns, 3 Prozentpunkte mehr als 2011.
Die größte, börsennotierte Bank der Eurozone verfolgt schon länger die Strategie, ihre Töchter an die jeweiligen lokalen Börsen zu bringen. 2007 sammelte Santander mit dem Verkauf eines 15prozentigen Anteils an Banco Santander Brasil rund 8 Milliarden Dollar ein. Neben Brasilien sind auch die Töchter in Chile und Polen in ihrem jeweiligen Land börsennotiert, sowie die spanische Tochter Banco Espanol de Credito SA (Banesto).
-Von Christopher Bjork, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 110, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/sha/jhe
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May 23, 2012 12:17 ET (16:17 GMT)
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