Steigender Bierdurst in den Schwellenländern
hat beim weltweit zweitgrößten Bierbrauer SABMiller
Vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) legte
der Gewinn um zwölf Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu. Unter dem
Strich blieben mit 4,2 Milliarden Dollar wegen hoher Verkaufserlöse
des Geschäfts in Russland und der Ukraine sogar 75 Prozent mehr
Gewinn übrig. Die Aktien des Braukonzerns büßten im frühen Handel
etwas an Wert ein und lagen damit schwächer als der FTSE 100
Florierende Absatzmärkte der Brauerei sind die Schwellenländer. Insbesondere in Lateinamerika und Afrika wuchs das Unternehmen stark. In Lateinamerika als wichtigstem Markt profitierte das Unternehmen nach eigenen Angaben davon, dass es mit seinen günstigen Marken den Absatz ausweiten konnte, mit den Premiummarken aber auch von steigenden Einkommen profitierte. In Afrika hätten sich Investitionen zusammen mit einem wirtschaftlich weitgehend günstigen Umfeld ausgezahlt, hieß es. Auch in Südafrika, das als Heimatmarkt separat ausgewiesen wird, steigerte SABMiller Absatz, Umsatz und operativen Gewinn. In Asien sorgte die Einbeziehung von Foster's für einen Umsatzsprung.
Sorgenkind des südafrikanisch-britischen Brauers bleibt Europa.
Zwar erlöste der Konzern auf dem Kontinent zwei Prozent mehr, wegen
sinkender Absätze und steigender Rohstoffkosten schrumpfte das
operative Ergebnis (EBITA) auf dem wichtigen Markt aber um sechs
Prozent. Auch bei den Konkurrenten AB Inbev
SABMiller ist die weltweite Nummer zwei nach AB Inbev und besitzt bekannte Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch und Miller. Insgesamt vertreibt das Unternehmen über 200 Biermarken und beschäftigt rund 70.000 Mitarbeiter in mehr als 75 Ländern. Der Konzern hatte sich im September mit Australiens größtem Brauer, der Foster's Group, nach mehreren Anläufen auf eine Übernahme für 10,5 Milliarden australische Dollar (8,1 Mrd. Euro) geeinigt und diese im Dezember abgeschlossen./men/jha/wiz
ISIN GB0004835483
AXC0097 2012-05-24/10:27
