Leverkusen/Washington (BoerseGo.de) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat einen Rückschlag für sein Geschäft in den USA hinnehmen müssen. Ein Expertengremium der US-Gesundheitsbehörde FDA will den Bayer-Hoffnungsträger Xeralto nicht zur vorbeugenden Behandlung von Herzinfarkten zulassen. Die Abstimmung fiel am Mittwoch mit knapper Mehrheit aus. Die Bayer-Aktie ließ am Donnerstag nach und gehörte zu den Schlusswerten im Dax.
Ein Gutachten der FDA hatte zuvor noch einen Einsatz Xeraltos bei der Vorbeugung von Herzinfarkten empfohlen. Somit ist weiterhin offen, wie sich die FDA am 29. Juni endgültig entscheiden wird. Normalerweise richtet sich die Zulassungsbehörde nach den Empfehlungen des Gremiums. Daran gebunden ist sie jedoch nicht.
Trotz dieses Dämpfers verspricht sich der Konzern weiterhin Spitzenumsätze von mehr als 2 Milliarden Euro pro Jahr von dem Medikament aus den anderen Einsatzgebieten. Das neue Einsatzumfeld gilt allerdings als äußerst lukrativ, denn Komplikationen koronarer Herzerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen in den USA.
