Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben
am Freitagabend nach zwischenzeitlichen Verlusten wieder ins Plus
gedreht. Der für den Anleihemarkt richtungweisende Euro-Bund-Future
Die Nervosität an den Finanzmärkten kehrte im Nachmittagshandel wieder zurück. Die Renditen von zehnjährigen spanischen und italienischen Anleihen zogen wieder stark an. Die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise in der Eurozone dürfte zumindest bis zu den Wahlen in Griechenland am 17. Juni sehr hoch bleiben. Gefallen ist jedoch die Rendite in Frankreich. Experten erklärten die Entwicklung vor allem mit dem historisch niedrigen Zinsniveau in Deutschland: Da deutsche Staatstitel kaum noch Rendite abwerfen, suchen institutionelle Anleger nach Alternativen mit höheren Ertragsaussichten. Fündig werden sie in anderen Kernländern der Eurozone wie Frankreich, Österreich und Belgien. Dort liegen die Renditen immer noch merklich höher als in Deutschland. So sank die Rendite für zehnjährige Anleihen zeitweise auf ein neues Rekordtief von 2,414 Prozent.
Die am Nachmittag veröffentlichten und robust ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA belasteten den deutschen Anleihemarkt nicht. Das Konsumklima der Universität von Michigan war auf den höchsten Stand seit Oktober 2007 gestiegen./jsl/stk
ISIN DE0009652644
AXC0260 2012-05-25/18:45
