Die Aktien des zweitgrößten russischen Mobilfunkunternehmens Megafon haben ein schwaches Börsendebüt hingelegt. Die Papiere verloren am Mittwochvormittag in Moskau und London bis 2,3 Prozent von ihren Ausgabepreis von genau 20 US-Dollar pro Stück.
Der gesamte Börsengang verlief holprig. Im Oktober hatten die Russen ihre Börsenpläne zwischenzeitlich sogar gestoppt. Schließlich gingen die Aktien am unteren Ende der Preisspanne von 20 bis 25 Dollar in den Handel. Megafon verkaufte 15 Prozent der Anteile. Der Erlös aus dem Börsengang beläuft sich damit auf 1,7 Milliarden Dollar, es ist der größte in Russland seit drei Jahren.
Mit dem Börsengang lösten die Megafon-Anteilseigner einen langen
Streit über die Besitzverhältnisse. Größter Aktionär bleibt der
Milliardär Alischer Usmanow mit einem Anteil von 55,8 Prozent. Vor
allem nutzte der schwedische Telekomkonzern TeliaSonera
Megafon ist im russischen Mobilfunkmarkt tätig, der im vergangenen Jahr 227 Millionen Kunden und ein Volumen von 769 Milliarden Rubel (19 Mrd Euro) umfasste. Megafon selbst verfügte im ersten Halbjahr über 62 Millionen Kunden, was einem Marktanteil von 27 Prozent entsprach. 2011 setzte das Unternehmen 242,6 Milliarden Rubel (6 Mrd Euro) um und erwirtschaftete einen operativen Gewinn vor Abschreibungen in Höhe von 100,8 Milliarden Rubel (2,5 Mrd Euro)./enl/mmb/fbr
ISIN SE0000667925
AXC0096 2012-11-28/11:49
