Die Landesbank Hessen-Thüringen möchte das Sparkassenverbundgeschäft der WestLB übernehmen. Doch Verluste aus Derivaten könnten das Geschäft doch noch verhindern. 450 Jobs stehen auf dem Spiel.
Der Streit um die Lastenverteilung bei der Zerschlagung der WestLB spitzt sich weiter zu. Es geht dabei um Derivate der WestLB im Umfang von 4,2 Milliarden Euro und einem negativen Wert von 300 Millionen. Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die eigentlich das Sparkassenverbundgeschäft der WestLB übernehmen möchte, will diese nicht übernehmen. Der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans verweigert sich ebenfalls. Er will die Derivate weder in die WestLB Nachfolgegesellschaft Portigon noch die WestLB-Abwicklungsbank EAA übertragen.
Für beide Institute haften vor allem der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen – in letzter Konsequenz also der Steuerzahler. Walter-Borjans (SPD) hat mehrfach signalisiert, dass das Land NRW nicht noch weitere Lasten schultern will. Dem SPD-Politiker war bereits im Landtag von der oppositionellen FDP vorgeworfen worden, er habe im Poker um die Lastenverteilung den Sparkassen zu viele Zugeständnisse gemacht. Das Land muss neben milliardenschweren ...
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