New York (BoerseGo.de) - Die Europäische Zentralbank (EZB) weigert sich eine Anfrage der Nachrichtenagentur Bloomberg zu beantworten und Dokumente zu veröffentlichen, die Einblicke in die umstrittenen Swap-Geschäfte zwischen Goldman Sachs und Griechenland gewähren würden.
Griechenland hatte mit diesen Geschäften seine tatsächliche Schuldenlast lange Zeit verschleiert. Die EZB begründete ihre Verweigerung bezüglich einer Offenlegung der entsprechenden Dokumente damit, dass eine Veröffentlichung den Fortbestand der Währungsunion gefährden und die gegenwärtige Krise verschärfen könnte.
Bloomberg will die Herausgabe der Dokumente nun gerichtlich erzwingen und einen Prozess gegen die EZB führen. Der jetzige EZB-Präsident Mario Draghi war in den Jahren 2002 und 2006 in führender Position für Goldman Sachs tätig und direkt für diese Geschäfte zwischen der Bank und Griechenland verantwortlich.
"Die Märkte funktionieren besser wenn Transparenz besteht. Die Frage ist, wer wusste was und wann? Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren wie Griechenland seine Schulden so lange verbergen konnte", äußerte Timothy Pitt-Payne, ein Anwalt der Bloomberg vertritt.
