WASHINGTON (Dow Jones)--Die Lagerbestände im US-Großhandel sind im Mai etwas schwächer gestiegen als erwartet. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, erhöhten sie sich im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent auf saisonbereinigt 484,13 Milliarden US-Dollar. Ökonomen hatten ein Plus von 0,4 Prozent erwartet. Zugleich revidierte das Ministerium den vorläufig gemeldeten Anstieg für April von 0,6 Prozent leicht auf plus 0,5 Prozent nach unten. Die Großhändler müssen ihre Lagerbestände genau beobachten, weil sie sonst Gefahr laufen, auf unverkäuflichen Waren sitzen zu bleiben. Im Mai stagnierten die Ausgaben der Amerikaner das erste Mal binnen sechs Monaten.
Der Umsatz im Großhandel der USA sank im Mai um 0,8 Prozent auf saisonbereinigt 409,63 Milliarden Dollar. Das war der stärkste Rückgang seit März 2009. Im April hatte der Umsatz noch um 0,6 Prozent zugelegt. Das ist allerdings weniger stark als zunächst berichtet. Auf der Grundlage vorläufiger Daten hatte das Ministerium einen Anstieg um 1,1 Prozent gemeldet.
Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzen stieg auf 1,18 nach 1,17 im Vormonat und damit auf den höchsten Stand seit zehn Monaten. Die Maßzahl gibt an, wie viele Monate die Betriebe benötigen würden, um ihre Lagerbestände komplett zu verkaufen.
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July 11, 2012 10:14 ET (14:14 GMT)
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