Die Aktien der Commerzbank haben ihre Talfahrt vom Vortag am Freitag mit minus 3,95 Prozent am DAX-Ende fortgesetzt. Auf den Gewinneinbruch bis zur Jahresmitte reagierten viele Analysten mit Abstufungen oder Kurszielsenkungen. Analyst Alexander Hendricks von der Deutschen Bank etwa begründete sein neues "Hold "-Votum mit der schwachen Entwicklung des Kern-Bankgeschäfts. Omar Keenan vom japanischen Analysehaus Nomura zeigte sich von der bereinigten Ertragsentwicklung enttäuscht und senkte seine Gewinnschätzungen sowie das Kursziel. Ähnlich äußerten sich auch weiterer Investmentbanken wie Exane BNP Paribas und die Societe Generale.
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.
Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.
Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.
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