euwax trends am vormittag Mittwoch, 15. August 2012
Zweifel an Konjunkturspritzen der Fed
Derivateanleger setzen auf steigende Kurse bei Fresenius
Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA waren größtenteils besser als von Analysten erwartet. Eigentlich wäre das ein Grund zur Erleichterung. Andererseits schürt diese Tatsache nun Zweifel, ob die US-Notenbank (Fed) nun überhaupt noch eine dritte Auflage des Anleihenkaufprogramms (QE3) beschließen werde, um die Wirtschaft zu stützen.
Wie gestern berichtet, hatte die zuletzt wieder anziehende Konsumfreude der Verbraucher den Einzelhändlern in den USA nach mehrmonatiger Durststrecke wieder höhere Umsätze beschert. Wie das Handelsministerium in Washington am Dienstag mitteilte, hätte im Juli 0,8 Prozent mehr Geld in den Kassen gelegen, als einen Monat zuvor. Es ist der stärkste Zuwachs seit Februar dieses Jahres. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit einem Plus von 0,3 Prozent gerechnet. Die Einzelhandelsdaten gelten als wichtiger Indikator für die Konjunkturentwicklung in den USA, weil das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der größten Volkswirtschaft der Welt zu zwei Dritteln vom privaten Konsum abhängig ist.
Der DAX gab am Morgen zeitweise bis auf 6.910 Punkte nach, erholte sich später aber wieder etwas und notierte jetzt bei 6.938 Zählern mit 0,5 Prozent im Minus.
Der Euwax Sentiment Index lag in dieser Phase bei minus 25 Punkten. Die Mehrheit der aktiven Derivateanleger glaubt also erneut nicht daran, dass der DAX die 7.000-Punkte-Marke bald in Angriff nehmen werde. Es waren überwiegend Put-Optionsscheine und Short-Zertifikate gesucht.
Zu Beginn des Handelstages standen vor allem Finanzwerte unter Druck. Im weiteren Verlauf drehte dann aber zumindest die Commerzbank-Aktie um 0,7 Prozent auf 1,1850 Euro ins Plus. Die Deutsche Bank lag bei 25,05 Euro mit 0,2 Prozent im Minus. Die Allianz-Aktie gab um 1,4 Prozent auf 85,86 Euro nach und die Münchener Rück notierte bei 118,75 Euro mit 1,5 Prozent im roten Bereich. Einen klarer Trend beim Derivatehandel auf die Finanztitel bildete sich bisher aber nicht heraus.
Dagegen sind Knock-out-Calls auf Fresenius weiter gefragt. Ein Börsenbrief hatte die Scheine gestern zum Kauf empfohlen. Die Redakteure der Publikation rechnen mit einem baldigen Anstieg der Aktie auf 100 Euro. Heute lag der Kurs bei 88,07 Euro mit 0,1 Prozent leicht im Minus. Börse Stuttgart TV ZEW-Index, BIP-Wachstum, RWE und Celesio: Gestern gab es eine ganze Reihe frischer Zahlen, die nicht alle wirklich gut ausfielen. So rutschte beispielsweise der ZEW-Index auf seinen tiefsten Jahresstand. Auch bei RWE scheint man zwar die Energiewende verdaut zu haben, doch so richtig durchzustarten scheint das Unternehmen dennoch nicht. Ralf Wiedmann von der Vermögensverwaltung AdVertum sprach über die aktuellen Zahlen bei Börse Stuttgart TV.
Interview hier abrufbar: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersestuttgarttv/boersestuttgart tv.html?vid =7681
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Quelle: Boerse Stuttgart AG
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AXC0110 2012-08-15/12:29