Gute US-Konjunkturdaten haben die US-Börsen
am Freitag nach einem verhaltenen Start ins Plus gehievt. In den USA
hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima
im November überraschend deutlich aufgehellt. Schwache
Industriedaten aus Frankreich und Italien aber verhinderten größere
Gewinne.
Der Dow Jones Industrial rückte angesichts deutlicher
Verluste der Disney-Aktien nur um 0,04 Prozent auf 12.816,75 Punkte
vor, nachdem er am Donnerstag noch auf dem tiefsten Stand seit Juli
geschlossen hatte. Der Leitindex steuert damit auf ein Wochenminus
von mehr als 2 Prozent zu.
Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es zum
Wochenschluss um 0,32 Prozent auf 1.381,97 Punkte nach oben. Die
Indizes der Technologiebörse Nasdaq legten ebenfalls zu: Der
Composite Index stieg um 0,45 Prozent auf 2.908,53
Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 zog um 0,57
Prozent auf 2.587,30 Punkte an.
Unter den 30 Dow-Aktien stachen die von Walt Disney mit einem Abschlag von 6,27 Prozent auf 46,90 US-Dollar
negativ hervor. Das Fernsehgeschäft und gestiegene Einnahmen bei den
Freizeitparks hatten dem weltgrößten Unterhaltungskonzern zwar im
vierten Geschäftsquartal die Kasse gefüllt. Allerdings verfehlten
die Zahlen die Erwartungen der Analysten.
An der Dow-Spitze versammelten sich die Titel des Flugzeugbauers
Boeing , der Bank JPMorgan und
der Telekom-Gesellschaft AT&T . Die Anteilsscheine
legten um jeweils gut ein Prozent zu.
Die Titel von Groupon brachen um 24,49 Prozent ein
und erreichten damit ein Rekordtief. Der Internetfirma fällt es
immer schwerer, neue Kunden für seine Schnäppchen zu begeistern. Das
einst steile Wachstum war im dritten Quartal weiter abgeflaut.
Facebook-Spitzenmanagerin Sheryl Sandberg
verkaufte ein weiteres Paket an Facebook-Aktien und nahm damit rund
3,75 Millionen Dollar ein. Bereits vergangene Woche hatte sie
Anteile für rund 7,44 Millionen Dollar veräußert. Die Titel gaben um
1,15 Prozent nach.
Auch Aktien von Buchungsportalen für Hotels, Flüge und Mietautos
rückten in den Blick. Dort werden derzeit die Karten neu gemischt:
Priceline.com will den Konkurrenten Kayak für
1,8 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) kaufen. Die
Kayak-Papiere schnellten um 26,53 Prozent in die Höhe, wohingegen
die Anteilsscheine von Priceline.com um 1,05 Prozent sanken. Die
Verwaltungsräte beider Unternehmen sind sich bereits einig. Dass
Priceline jetzt zuschlägt, wird als Angriff auf die Branchengröße
Expedia gewertet. Dessen Titel verloren 1,99
Prozent./la/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0252 2012-11-09/16:47