Der deutsche Aktienmarkt hat nach dem
jüngsten Kursrutsch am Montag mehrheitlich weiter nachgegeben.
Marktstratege Stan Shamu von IG erinnerte daran, dass Griechenland
auch nach seinem Haushaltsbeschluss mit dem am Nachmittag startenden
Treffen der Euro-Finanzminister im Fokus bleibe. Nach einem
richtungslosen Start sank der Dax zuletzt um 0,10 Prozent
auf 7.156,49 Punkte. Für den MDax ging es um 0,14 Prozent
auf 11.324,63 Punkte nach unten. Dagegen schaffte der TecDax
ein Plus von 0,21 Prozent auf 804,80 Punkte.
Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sah den Dax "zwischen
Hoffen und Bangen". Zwar sollte sich der Leitindex nach den satten
Kursverlusten der Vorwoche etwas erholen, schrieb Analyst Wolfgang
Albrecht. Allerdings dürfte die Nervosität über die weitere
Entwicklung Europas zurückkehren. "Die Anleger sind vor dem heutigen
Treffen der Finanzminister unsicher, ob es wirklich zu einer
Entscheidung für eine neue Hilfstranche an Griechenland kommt."
LUFTHANSA LEGEN ZU - DEUTSCHE WOHNEN SEHR FEST NACH ZAHLEN
Im Dax legten die Aktien der Lufthansa vor monatlichen
Verkehrszahlen und nach einem positiv aufgenommenen Sparplan des
Konkurrenten SAS Group um gut ein halbes
Prozent zu. Ansonsten machten sich noch die Ausläufer der
Berichtssaison mit ein paar Zahlen von Unternehmen aus der zweiten
Reihe bemerkbar. Im MDax reagierten die Aktien von Deutsche Wohnen
mit Gewinnen von fast zweieinhalb Prozent auf die
Zahlenvorlage. Der Konzern erhöhte nach einem starken Ergebnis in
den ersten neun Monaten erneut die Prognose für die für
Immobilienunternehmen wichtige Kennziffer Funds From Operations
(FFO) ohne Immobilienverkäufe. Von Händlern hieß es, der Überschuss
im dritten Quartal habe ebenso wie der bereinigte Vorsteuergewinn
die Konsenserwartungen übertroffen. Auch der FFO sei besser als
erwartet ausgefallen.
Dagegen gaben die Fraport-Titel nach Verkehrszahlen
für den Oktober um ein Prozent nach. Beim Frankfurter
Flughafenbetreiber glich ein starkes Passagierplus in Perus
Hauptstadt Lima die schwache Entwicklung in Frankfurt aus. Die
finalen Zahlen böten keine große Überraschung, sagte ein Börsianer.
Für die EADS-Papiere ging es nach
Schmiergeldvorwürfen um gut anderthalb Prozent bergab. Beim Verkauf
von Kampfflugzeugen an Österreich sollen beim Rüstungskonzern nach
Angaben der Staatsanwaltschaft Wien rund 100 Millionen Euro
geflossen sein. Die Titel des Agrarhändlers Baywa-Titel notierten nach Zahlen kaum verändert.
PHASE-I-STUDIE STÜTZT MORPHOSYS
Im TecDax gehörten die Aktien des Biotechnologie-Unternehmens
Morphosys mit fast zwei Prozent plus zu den Spitzenwerten.
Händler verwiesen auf die jüngsten Ergebnisse einer Phase-I-Studie.
Diese stützten den Kurs./gl/rum
ISIN DE0008469008 DE0007203275 DE0008467416
AXC0101 2012-11-12/10:21