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12.11.2012 | 17:13
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HVB onemarkets·Mehr Nachrichten von HVB onemarkets

Favoritenwechsel: Schwellenländer statt S&P 500


 

Jens Ehrhardt, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Vermögensverwalter Deutschlands, erklärte vergangene Woche im Interview mit der Financial Times Deutschland, es werde noch mal richtig krachen und dass er daher stark auf Gold setze. Gottfried Heller, Partner der Börsenlegende André Kostolany, sagt hingegen in der aktuellen Ausgabe von Börse Online, er sehe ein Korrekturrisiko von vielleicht rund 10 Prozent, denn deutsche Aktien wären nicht überbewertet. Wer Recht behalten wird ist noch offen. Barack Obamas Wiederwahl zum US-Präsidenten löste allerdings eine Verkaufswelle aus. Das Gros der Aktienbarometer rund um den Globus gab in der zurückliegenden Woche nach. Besonders kritisch zeigt sich inzwischen die technische Verfassung einiger europäischer und amerikanischer Indizes. Schwellenländer und einige Branchenindizes konnten sich dem Trend bisher entziehen.

Der DAX® gab im Beobachtungszeitraum vom 5. bis 9. November 2012 rund 200,35 Punkte nach. Bisher konnte er die Unterstützung bei 7.148 Punkten verteidigen. Inzwischen notiert der Index jedoch unter der EMA50-Durchschnittslinie. Gelingt es dem Index nicht, dieses Level in den nächsten Tagen zurück zu erobern, droht bei Unterschreiten der 7.148 Punkte-Marke eine Korrektur bis rund 7.000 Punkte. Im weiteren Verlauf könnte der Index auf 6.880 Punkte fallen. Eine Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends ist frühestens oberhalb von 7.260,35 Punkten wahrscheinlich.

Der SDAX® zeigt sich aktuell ebenfalls in einer entscheidenden Phase. Der seit Juni 2012 gebildete Aufwärtstrend wurde vergangene Woche nach unten durchbrochen. Zum Wochenschluss hat das Abwärtsmomentum sogar weiter zugenommen. Im Bereich von 4.952,05 Punkten liegt eine starke Unterstützung. Wird sie unterschritten, kann es zu weiteren Verlusten bis in den Bereich von 4.700 Punkten kommen. Kaufsignale gibt es frühestens oberhalb von 5.090,82 Punkten.

Der amerikanische S&P 500® Index verlor in der vergangenen Woche ebenfalls stark. Neben der politischen Unsicherheit rund um die "Fiscal Cliff" sorgten vor allem Unternehmensdaten für Druck. Bisher haben 448 Unternehmen ihre Ergebnisse für das zurückliegende Quartal gemeldet.

Nach Angaben von Yardeni Research konnten 27 Prozent der Konzerne die Gewinnerwartungen nicht erfüllen. Beim Umsatz enttäuschten bisher gar 61,4 Prozent. Das sind die höchsten Werte seit Anfang 2009. Anleger sollten somit eine Stabilisierung im Bereich von 1.350 Punkten abwarten, ehe sie gegebenenfalls einsteigen.

 

BRIC- und SMIT-Staaten uneinheitlich

 

In der vergangenen Woche veröffentlichte die OECD eine neue Studie, wonach Deutschland zum größten Globalisierungsverlierer werden könnte. Bis 2060 werden der Studie zufolge China und Indien den Rest der Welt abhängen und Russland, Mexiko sowie Indonesien unter die Top 10 der größten Volkswirtschaften der Welt vorrücken. Deutschland wird auf Rang 10 zurückfallen. Ganz neu sind diese Erkenntnisse jedoch nicht. Die Studie löste auch keinen Börsenboom aus. Indizes aus den Schwellenländern präsentieren sich bereits seit einigen Wochen fester als die meisten Indizes aus Industrienationen.

So zeigt der DBIX Deutsche Börse India® Index (Net-TR) EUR seit einigen Wochen ein relativ starkes Aufwärtsmomentum. Im Bereich von 277 Punkten bildete der Index eine Unterstützung. Wird die Widerstandsmarke bei 288,46 Punkten überwunden, kann der Index mittelfristig die Höchststände vom Februar 2012 von rund 309 Punkten anpeilen. Der Hang Seng China Enterprises Index fiel vergangene Woche auf die Unterstützungsmarke von 10.407,71 Punkten.

Solange diese Marke nicht signifikant unterschritten wird, besteht mittelfristig die Chance auf steigende Kurse. Fällt der Index unter diese Marke droht ein Rückgang bis 9.000 Punkte.

Der russische RDX® NTR EUR bildet bereits seit Mitte September einen Abwärtstrend. Der Index bewegt sich aktuell im Bereich einer soliden Unterstützung bei 1.550 Punkten und hat die Chance auf eine technische Gegenbewegung bis 1.650 Punkte. Hält die Unterstützung bei 1.550 Punkten hingegen nicht, dürfte der ShortRDX® Index weiter zulegen. Shortindizes gewinnen, wenn der Basisindex wie der RDX® NTR EUR verlieren.

Die Aktienindizes von Mexiko und Indonesien präsentierten sich ebenso wie die Barometer der beiden anderen SMIT-Staaten Südkorea und Türkei in den vergangenen Monaten stark. Der türkische ISE 30 und der STOXX® Optimised Indonesia konnten in der zurückliegenden Woche gegen den allgemeinen Trend in der vergangenen Woche leicht zulegen. Südkoreas Kospi200 verlor hingegen etwas und der NYSE Arca Mexico büßte im Beobachtungszeitraum nach Bloomberg-Angaben rund 2,1 Prozent ein. Die mittelfristigen Aufwärtstrends sind bis jetzt intakt.

 

Biotech – die richtige Medizin

 

Der NYSE Arca Biotech Index gab in den vergangenen zwei Wochen deutlich nach. Inzwischen gibt es allerdings erste Anzeichen, dass sich der Index im Bereich von 1.400 Punkten stabilisiert hat. Der Sektor steht seit Monaten im Fokus, da Pharmakonzerne auf Einkaufstour sind. Analysten des Research-Dienstes Evaluate Pharma erwarten, dass Medikamente mit einem Jahresumsatz von rund 67 Milliarden Dollar in diesem Jahr ihren Patentschutz verlieren werden. In den kommenden Jahren werden weitere Blockbuster-Medikamente folgen. Biotechnologieunternehmen sind bei den Pharmariesen erste Wahl. Der NYSE Arca Biotechnology Index enthält 20 der größten Biotechnologie-Unternehmen Amerikas.

 

Stand: Schlusskurse vom Freitag, 09. November 2012, 17:30 Uhr

Weitere Infos unter: www. onemarkets.de

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets


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