Nach anfänglich moderaten Gewinnen ist der
Dow Jones Industrial am Montag im Handelsverlauf leicht
ins Minus gedreht. Zuletzt verlor der US-Leitindex 0,20 Prozent auf
12.790,05 Punkte, nachdem er in der Vorwoche mit minus 2,12 Prozent
den größten Verlust seit fünf Monaten verbucht hatte. Für den
marktbreiten S&P 500-Index ging es am Montag um 0,13
Prozent auf 1.378,03 Punkte nach unten. An der Technologiebörse
Nasdaq büßten der Composite Index 0,18 Prozent auf
2.899,52 Punkte und der Auswahlindex Nasdaq 100 0,19
Prozent auf 2.579,20 Punkte ein.
Anfängliche Probleme mit einem Computer, der die
Auftragsabwicklung steuert, konnte die NYSE zuletzt weitgehend
beheben. Davon seien circa 216 Aktien betroffen gewesen, wie der
Börsenbetreiber mitteilte. Alle anderen Handelssysteme hätten normal
funktioniert.
Aufgrund des ... Feiertages Veterans Day rechnen Börsianer mit
eher geringen Handelsvolumina, die allerdings für Kursausschläge
sorgen könnten. Zunächst habe das sich weiter drehende
Übernahmekarussell in den USA für positiven Vorzeichen gesorgt.
Allerdings behielten die Anleger auch die in den USA drohenden
Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen ("fiskalische Klippe") sowie
die Entwicklung in Griechenland im Blick. So dämpfte Eurogruppenchef
Jean-Claude Juncker die Hoffnungen auf eine rasche Auszahlung der
seit Juni zurückgehaltenen Hilfsgelder über 31,5 Milliarden Euro aus
dem zweiten Rettungspaket an Griechenland, obwohl der jüngste
Troika-Bericht "im Grundton positiv ist". Derzeit beraten die
Finanzminister der Eurozone in Brüssel über das weitere Vorgehen.
Das Interesse der Anleger richtete sich vor allem auf die
Übernahmepläne großer US-Unternehmen. Precision Castparts etwa, das Bauteile für die Flugzeugindustrie produziert und den
Branchenkollegen Titanium Metals schlucken will, ist
Händlern zufolge ein gutes Beispiel eines starken, expandierenden
Unternehmens. Die Aktien von Precision Castparts rückten um sechs
Prozent vor. Die Titanium Metals -Papiere schossen sogar um
mehr als 42 Prozent nach oben. In dieses Bild passt auch die
geplante Übernahme von Comex durch den größten US-Farbenhändler
Sherwin-Williams für 2,34 Milliarden US-Dollar.
Sherwin-Williams rückten um 4,68 Prozent vor.
Die Beteiligungsgesellschaft Leucadia National will
Jefferies komplett übernehmen. Leucadia National hält
bereits knapp 29 Prozent an der Investmentbank, deren Anteilsscheine
sich um 12,8 Prozent verteuerten. Für die Leucadia-National-Papiere
ging es allerdings um 4,17 Prozent nach unten.
Auch die Aktien von Apple stehen im Fokus.
Im erbitterten Mobilfunk-Patentkrieg gibt es einen Konfliktherd
weniger: Der iPhone-Konzern und der Smartphone-Spezialist HTC haben
ihren Streit beigelegt. Es sei eine Vereinbarung auf zehn Jahre
geschlossen worden, teilten die Unternehmen in der Nacht zum Sonntag
mit. Sie umfasse nicht nur bisherige, sondern auch künftige Patente.
Die Apple-Aktien legten im US-Handel um 0,31 Prozent zu.
Die im Dow notierten Titel von Caterpillar verteuerten sich trotz eines negativen Analystenkommentars um 0,13
Prozent. Die Bank JPMorgan empfiehlt die Aktien des
Baumaschinenherstellers erstmals seit April 2009 nicht mehr zum
Kauf. Es sei unklar, welchen Einfluss die Wiederwahl von Barack
Obama zum US-Präsidenten auf die Kohleindustrie und die
Energiebranche habe, schrieben die Experten in einer
Studie./mis/jha/
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0258 2012-11-12/17:28