Der Dow Jones Industrial dürfte
zum Handelsstart am Donnerstag unter schwachen Umsatzzahlen des
weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart leiden. Auch die
Diskussion um die zum Jahreswechsel drohende sogenannte Fiskalklippe
sollte die Anleger weiter bewegen. Der Begriff steht für ein
Auslaufen unter anderem der Bush-Steuersätze sowie automatische
Einschnitte im Staatshaushalt. Experten halten einen massiven
Konjunktureinbruch für möglich, sollten sich US-Präsident Barack
Obama, die demokratische Mehrheit im Senat und die republikanische
im Repräsentantenhaus nicht einigen.
Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn sank der
Future auf den Dow um 0,30 Prozent. Sorgen um die Konjunktur und die
Lage in Nahost hatten den Leitindex zur Wochenmitte bereits um 1,45
Prozent ins Minus gedrückt. Der Terminkontrakt auf den Nasdaq 100
ließ für den technologielastigen Auswahlindex am
Donnerstag ein Plus von 0,03 Prozent erwarten.
Keine eindeutigen Impulse lieferten die jüngsten
Konjunkturdaten. So hatte sich die Stimmung des Verarbeitenden
Gewerbes im US-Bundesstaat New York im November überraschend
aufgehellt. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aber waren in der
vergangenen Woche drastisch gestiegen. Das Arbeitsministerium
erklärte den starken Zuwachs mit Auswirkungen des Hurrikans "Sandy"
in mehreren Staaten an der Ostküste der USA.
Wal-Mart machte im dritten Quartal zwar
bessere Geschäfte. In Jubel wollte der Branchenriese indes nicht
ausbrechen. "Die momentanen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen
lasten weiterhin auf unseren Kunden", erklärte Finanzchef Charles
Holley. "Das Weihnachtsgeschäft dürfte sehr wettbewerbsintensiv
werden." Die Titel büßten im vorbörslichen US-Handel 2,96 Prozent
ein. Die Anleger hatten sich zudem bei den Erlösen mehr erhofft.
Unter den an der Nasdaq notierten Aktien geraten die Papiere von
Texas Instruments in den Blick. Der
Chiphersteller baut weltweit 1.700 Stellen ab. Hintergrund ist, dass
das Unternehmen sein Geschäft mit Handychips zurückfährt. Hier ist
die Konkurrenz hart und die Entwicklung teuer, weil die Technik so
schnell voranschreitet. Die Anteilsscheine bewegten sich vorbörslich
kaum von der Stelle.
Die Kaffeehaus-Kette Starbucks steigt groß
ins Teegeschäft ein. Das Unternehmen kauft den US-Teehändler Teavana
. Das Teegeschäft stehe vor einem rasanten Wachstum, sagte
Starbucks-Chef Howad Schultz. Die Starbucks-Aktien zeigten sich
vorbörslich mit einem Plus von 0,04 Prozent ebenfalls kaum
verändert./la/mis
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0224 2012-11-15/15:05