Nicht nur die Privatinsolvenzen nehmen zu, sondern auch bei der Zahl der Unternehmenspleiten stehen die Zeichen schlecht. Die Zahlungsmoral verschlechtert sich.
Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr noch dank guter Konjunktur zurückgehen. Aber schon im kommenden Jahr sei mit deutlich mehr Pleiten zu rechnen, schätzt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU). Ihm zufolge könnten die Firmenpleiten von 30.500 Fällen (BDIU-Prognose) auf 32.000 steigen. Die Zahl der Insolvenzen deutscher Unternehmen könnte somit um fast fünf Prozent steigen. Noch dramatischer als die reine Anzahl an Insolvenzen dürften die daraus resultierenden Schäden anwachsen: Schon für 2012 sollen sich die Insolvenzschäden auf bis zu 55 Milliarden Euro belaufen. 2011 gab es hingegen nur ein Schadenvolumen von 31,5 Milliarden Euro.
Zahlungsausfälle bei Kunden
In seiner alljährlichen Herbstumfrage hat der BDIU für die starke Zunahme wirtschaftlicher Schäden aus Unternehmenspleiten mehrere Ursachen ausgemacht. Zwar sei die Zahlungsmoral derzeit noch unverändert gut, aber rund ein Viertel der befragten Inkassounternehmen berichten von einer gegenüber dem Vorjahr schlechteren Zahlungsmoral der Unternehmen. Fast die Hälfte der Inkasso-Unternehmen rechnen vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Konjunktur mit einer weiteren Verschlechterung für 2013. Die Gründe dafür, warum Unternehmen ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, sind vor allem hohe Zahlungsausfälle bei deren Kunden, ...
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