Nach Zahlen des Einzelhandelskonzerns
Wal-Mart und durchwachsenen Konjunkturdaten hat der US-Aktienmarkt
am Donnerstag moderat nachgegeben. Zuletzt sank der Dow Jones
Industrial um 0,12 Prozent auf 12.556,29 Punkte. Für den
marktbreiten S&P 500-Index ging es um 0,05 Prozent auf
1.354,84 Punkte nach unten. An der Technologiebörse Nasdaq sanken
der Composite Index um 0,21 Prozent auf 2.840,69 Punkte
und der Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,14 Prozent auf
2.528,23 Punkte.
Für eine verhaltene Stimmung sorgte Wal-Mart mit schwachen Umsatzzahlen. In den Augen eines Börsianers ist der
US-Einzelhandelskonzern am heutigen Donnerstag der brauchbarste
Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der USA.
Vorgelegte offizielle Konjunkturdaten waren gemischt ausgefallen:
Zwar hatte sich die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im
US-Bundesstaat New York im November überraschend aufgehellt.
Allerdings waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA in
der Vorwoche deutlich gestiegen. Zudem hatte sich das Geschäftsklima
in der Region Philadelphia im November überraschend deutlich
verschlechtert.
In den Hinterköpfen der meisten Anleger bleibt aber die
sogenannte Fiskalklippe - zum Jahresende drohende Ausgabenkürzungen
und Steuererhöhungen - das bestimmende Thema. Noch stehen erste
Gespräche des Präsidenten Barack Obama mit führenden Vertretern von
Republikanern und Demokraten im Kongress aus.
Die Aktien von Wal-Mart waren mit minus 3,86 Prozent der
schwächste Dow-Wert. Der Konzern hatte den Umsatz im dritten Quartal
nicht so deutlich gesteigert wie vom Markt erwartet. Zudem äußerte
sich Finanzchef Charles Holley vorsichtig: "Die momentanen
gesamtwirtschaftlichen Bedingungen lasten weiterhin auf unseren
Kunden". Auch dürfte das Weihnachtsgeschäft dem Manager zufolge sehr
wettbewerbsintensiv werden.
Ein angekündigter umfangreicherer Stellenabbau sowie eine
mögliche Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms halfen den Papiere
von Procter & Gamble nicht. Sie büßten 0,89
Prozent ein. Der Konsumgüterhersteller will 2013 nun eigene Aktien
im Wert bis zu sechs Milliarden Dollar zurückkaufen.
Die an der Nasdaq notierten Aktien von Texas Instruments
verteuerten sich um 0,63 Prozent. Der
Chiphersteller fährt das Geschäft mit Mobiltelefonchips zurück und
streicht weltweit 1.700 Stellen. In diesem Segment ist die
Konkurrenz hart und die Entwicklung teuer, weil die Technik so
schnell voranschreitet./mis/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0287 2012-11-15/16:57