Der US-Aktienmarkt hat sich am Donnerstag
kaum bewegt. Zuletzt verlor der Dow Jones Industrial 0,02
Prozent auf 12.568,39 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500-Index
ging es um 0,10 Prozent auf 1.356,85 Punkte nach oben. An
der Technologiebörse Nasdaq sank der Composite Index um
0,09 Prozent auf 2.844,32 Punkte, während der Auswahlindex Nasdaq
100 um 0,02 Prozent auf 2.532,41 Punkte stieg.
Das in den Hinterköpfen der Anleger bestimmende Thema bleibt
vorerst die sogenannte Fiskalklippe - zum Jahresende drohende
Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Noch stehen erste Gespräche
des Präsidenten Barack Obama mit führenden Vertretern von
Republikanern und Demokraten im Kongress aus. Vor diesem Hintergrund
verwundert es nicht, dass der Dow Jones seit der
US-Präsidentschaftswahl am 6. November fast 5,2 Prozent verloren
hat.
Daneben drückten schwache Umsatzzahlen von Wal-Mart auf die Stimmung der Anleger. In den Augen eines
Börsianers ist der US-Einzelhandelskonzern am heutigen Donnerstag
der brauchbarste Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung
der USA. Vorgelegte offizielle Konjunkturdaten waren gemischt
ausgefallen: Zwar hatte sich die Stimmung des Verarbeitenden
Gewerbes im US-Bundesstaat New York im November überraschend
aufgehellt. Allerdings waren die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
in den USA in der Vorwoche deutlich gestiegen. Zudem hatte sich das
Geschäftsklima in der Region Philadelphia im November überraschend
deutlich verschlechtert.
Die Aktien von Wal-Mart waren mit minus 3,69 Prozent der
schwächste Dow-Wert. Der Konzern hatte den Umsatz im dritten Quartal
nicht so deutlich gesteigert wie vom Markt erwartet. Zudem äußerte
sich Finanzchef Charles Holley vorsichtig: "Die momentanen
gesamtwirtschaftlichen Bedingungen lasten weiterhin auf unseren
Kunden". Auch dürfte das Weihnachtsgeschäft dem Manager zufolge sehr
wettbewerbsintensiv werden.
An der Spitze des Dow bauten die Papiere von Cisco ihren Vortagesgewinn von fast fünf Prozent aus und
gewannen weitere 1,93 Prozent.
Ein angekündigter umfangreicherer Stellenabbau sowie eine
mögliche Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms halfen den Papiere
von Procter & Gamble nicht. Sie büßten 0,21
Prozent ein. Der Konsumgüterhersteller will 2013 nun eigene Aktien
im Wert bis zu sechs Milliarden Dollar zurückkaufen.
Die an der Nasdaq notierten Aktien von Texas Instruments
verteuerten sich um 0,38 Prozent. Der
Chiphersteller fährt das Geschäft mit Mobiltelefonchips zurück und
streicht weltweit 1.700 Stellen. In diesem Segment ist die
Konkurrenz hart und die Entwicklung teuer, weil die Technik so
schnell voranschreitet./mis/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0346 2012-11-15/20:13