Am Dienstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent.
Von Konjunkturseite ging der Blick auf den US-Häusermarkt. Im Oktober gab es 894.000 Wohnbaubeginne (+3,6%), Analysten hatten mit 840.000 gerechnet. Im Vormonat waren es revidiert 863.000. Bei den Wohnbaugenehmigungen im Oktober standen 866.000 (-2,7%) auf dem Index, hier wurden 870.000 erwartet. Im September waren es noch revidiert 890.000.
Belastend für den Markt wirkten sich vor allem Quartalszahlen aus: Für Hewlett-Packard (-12,0%) sah das abgelaufene Quartal nämlich tiefrot aus. Unterm Strich machte der Computer-Konzern einen Verlust von 6,9 Milliarden Dollar. Das kam vor allem wegen einer Abschreibung durch den Zukauf von Autonomy 2011 in Höhe von 8,8 Milliarden Dollar zustande. Die Firma hatte ihre Bilanzen geschönt und wurde somit viel zu hoch bewertet. Den Kauf damals hatte noch der frühere deutsche Chef Leo Apotheker eingefädelt. Auch der Ausblick konnte nicht überzeugen. Die neue Chefin Meg Whitman kämpft vor allem gegen die schwachen PC-Verkäufe.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 12.788 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,02 Prozent bei 2.916 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,1 Prozent bei 1.387 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+1,5%), American Express (+1,1%) und Walt Disney (+1,1%). Die größten Verlierer waren: Hewlett-Packard (-12,0%), Intel (-3,6%) und Alcoa (-1,1%).
Der größte US-Elektronikhändler Best Buy (-13,0%) wies im dritten Quartal aufgrund eines Umsatzrückgangs und Restrukturierungskosten einen Verlust von 10 Millionen Dollar aus und konnte die Erwartungen der Analysten nicht erreichen. Der Umsatz sank von 11,15 auf 10,75 Milliarden Dollar.
Nach den milliardenschweren Spekulationsverlust bei JP Morgan Chase (+0,4%) geht das Stühlerücken weiter. Marianne Lake wird neue Finanzchefin und soll das Image wieder aufpolieren. Die 43-jährige wird damit die mächtigste Frau innerhalb der US-Großbank.
Der Mischkonzern General Electric bestellt 2.000 plug-in-Hybrid-Fahrzeuge vom Typ C-MAX Energi beim Autohersteller Ford.
Die US-Bekleidungskette Urban Outfitters konnte im dritten Quartal Umsatz und Gewinn steigern. Auch die Gewinnmargen konnten gesteigert werden.
Der amerikanische Lebensmittelhersteller Heinz konnte im zweiten Geschäftsquartal die Analystenerwartungen beim Ergebnis übertreffen. Zudem wurde die Jahresprognose bestätigt.
Der Nahrungsmittelkonzern Campbell Soup konnte im ersten Geschäftsquartal die Erwartungen schlagen. Außerdem wurde der Ausblick für das Gesamtjahr bekräftigt.
Die US-Wettbewerbshüter wollen die MetroPCS-Übernahme durch T-Mobile USA intensiver prüfen. Die Behörde möchte zusätzliche Informationen haben.
Am Mittwoch - dem Tag vor dem Feiertag Thanksgiving - schauen wir auf eine Vielzahl von Konjunkturdaten: Die Zahl der Hypothekenanträge, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Frühindikatoren und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.


