Die europäischen Börsen haben am
Dienstag von der Einigung auf neue Griechenland-Hilfen profitiert.
Der EuroStoxx 50 Index stand am Mittag 0,32 Prozent höher
bei 2.550,72 Punkten. Nach einem festeren Start mit Aufschlägen von
bis zu 0,83 Prozent auf ein Tageshoch bei fast 2.564 Punkte
bröckelte der Eurozonen-Leitindex aber im Verlauf etwas ab. In Paris
rückte der Cac 40 um 0,15 Prozent auf 3.506,34 Punkte
vor, der Londoner FTSE 100 legte 0,31 Prozent auf 5.804,59
Punkte zu.
Die Einigung über die Auszahlung der nächsten Tranchen an
Griechenland erhöhe zumindest kurzfristig die Risikobereitschaft der
Anleger, sagte Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Am
Nachmittag rückten Konjunkturdaten aus den USA mit den
Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter und dem
Verbrauchervertrauen in den Fokus. Die Stimmung der US Konsumenten
ist aus Sicht von Gojny besonders wichtig für das
Weihnachtsgeschäft.
Die besonders schwankungsfreudigen Branchen der Technologie- und
Bankenwerte standen zusammen mit Immobilientiteln an der Spitze der
Branchenübersicht. Der Subindex Stoxx Europe 600 Banks legte am Mittag 0,65 Prozent zu. Die Papiere der Deutschen Bank
verteuerten sich als zweitbester Wert im EuroStoxx 50 um
2,22 Prozent auf 33,885 Euro, Societe Generale legten 1,74 Prozent auf 26,90 Euro zu. Spitzenreiter in dem
Leitindex der Eurozone war aber mit der ASML Holding , deren Aktie 3,85 Prozent zulegte, ein Technologiewert.
Im Ende des Leitindex standen GDF Suez mit
einem Abschlag von 1,11 Prozent auf 16,87 Euro. Die britische
Investmentbank Barclays hat die Einstufung des französischen
Versorgers auf "Equal Weight" mit einem Kursziel von 19,00 Euro
belassen. Schwächster Sektor waren Telekomwerte mit minus 0,52
Prozent im Stoxx 600 Telecoms . Händler begründeten das
geringe Kaufinteresse mit dem defensiven Status des Sektors./fat/rum
ISIN GB0001383545 FR0003500008 EU0009658145
AXC0131 2012-11-27/12:38