Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,3 Prozent. Grund für den negativen Start waren weiterhin pessimistische Aussagen der republikanischen Partei zur Fiskal-Klippe vom Vortag. Sie signalisierten weniger Kompromissbereitschaft. Auch Investoren-Legende Warren Buffett äußerte sich skeptisch, ob die Parteien bis zum Ende des Jahres eine Einigung finden werden. Präsident Obama traf am Mittwoch außerdem einige bedeutende Firmenlenker, um über die aktuelle wirtschaftliche Situation in den USA zu sprechen.
Von Konjunkturseite ging der Blick auf die Zahl der Hypothekenanträge. Sie sank in der vergangenen Woche um 0,9 Prozent. In der Vorwoche gingen die Anträge um 2,2 Prozent zurück. Außerdem ist weiterhin eine langsame aber stetige Erholung auf dem Immobilienmarkt zu sehen. Die Verkäufe neuer Häuser gaben im Oktober um 0,3 Prozent auf 368.000 nach. Im September waren es revidiert 369.000.
Zur Mittagszeit drehte der Markt ins Plus. Der republikanische Kongressführer John Boehner zeigte sich optimistisch, dass man sich mit Präsident Obama einigen und eine Krise verhindern werde. Wenig später sprach auch der Präsident. Er hofft auf eine Einigung noch vor Weihnachten.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 12.985 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 0,8 Prozent bei 2.991 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte ebenfalls einen Gewinn von 0,8 Prozent bei 1.409 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Hewlett-Packard (+3,0%), Chevron (+2,1%) und American Express (+2,0%). Die größten Verlierer waren: Cisco (-0,7%), Boeing (-0,5%) und E.I. Du Pont de Nemours (-0,5%).
Die Euro-Zone will Ratingagenturen nun in die Pflicht nehmen. Europäische Kommission, EU-Parlament und Europarat einigten sich auf strengere Regeln. So soll auch eine zivilrechtliche Haftung für die Agenturen eingeführt werden. An der Wall Street...
US-Großhändler Costco Wholesale (+6,3%) konnte die Umsatzerlöse im November von 7,51 auf 8,15 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich steigen und kündigte eine Sonderdividende von 7,00 Dollar für den 18. Dezember an.
Nokia will den Verkauf von BlackBerry-Geräten in den USA stoppen. Der finnische Handy-Riese bezieht auch auf das Ergebnis einer Schlichtung. Demnach musste der BlackBerry-Hersteller Research in Motion erst eine Lizenz für Betroffene Nokia-Patente erwerben.
Die US-Bekleidungskette American Eagle Outfitters (+7,1%) meldete eine Umsatz- und Gewinnsteigerung für das dritte Quartal. Der Nettogewinn konnte im Vergleich zum Corjahr von 52,4 auf 78,6 Millionen Dollar gesteigert werden.
Das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 8 habe sich im ersten Monat bisher 40 Millionen Mal verkauft. Das wäre ein besserer Start als der Vorgänger, so Das Unternehmen.
Beim Schnäppchen-Portal Groupon (+11,6%) wackelt angeblich der Chefsessel des Gründers Andrew Mason. Der Verwaltungsrat wolle am Donnerstag über seine Führungsqualitäten beraten.
Nachdem Apple (-0,3%) sich bei der Einführung des eigenen Kartendienstes blamiert hatte, wurde nun bekannt, dass der verantwortliche Manager Richard Williamson bereits vor zwei Wochen das Unternehmen verlassen musste.
Am Donnerstag schauen wir von Konjunkturseite auf die zweite Schätzung für das US-Bruttoinlandsprodukt Q3, auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und anstehenden Hausverkäufe im Oktober. Bilanzen werden von der Juwelierkette Tiffany und der Buchkette Barnes & Nobles veröffentlicht.


