Am Mittwoch gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,1 Prozent hinzu.
Von Konjunkturseite gingen alle Blicke am Morgen auf den Arbeitsmarkt. Die Beschäftigung im privaten Sektor stieg im November schwächer als erwartet. Im Monatsvergleich wurden laut ADP-Arbeitsmarktbericht 118.000 neue Stellen geschaffen, Analysten hatten zuvor mit 125.000 gerechnet. Die Produktivität erhöhte sich im dritten Quartal mit 2,9 Prozent etwas stärker als erwartet. Die Zahl der Hypothekenanträge stieg in der vergangenen Woche um 4,5 Prozent. Der ISM-Dienstleistungsindex stieg im November überraschend auf 54,7 Punkte, besser als erwartet und besser als im Vormonat. Die Industrieaufträge kletterten im Oktober um 0,8 Prozent, auch hier ein besseres Ergebnis als von Experten zuvor erwartet.
Zur Mittagszeit sprach US-Präsident Obama. Man konnte bei jedem Wort live mit anschauen, wie die US-Märkte reagierten. Am Ende blieb die Aussage, dass die Fiskal-Klippe vielleicht noch in dieser Woche gelöst werden könnte. An der New York Stock Exchange erwarten die Händler ein schnelles Handeln der Politiker in Washington.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 13.034 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,8 Prozent bei 2.973 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,2 Prozent bei 1.409 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+5,7%), Travelers (+4,9%) und Caterpillar (+2,3%). Die größten Verlierer waren: Intel (-0,6%), IBM (-0,4%) und Home Depot (-0,3%).
Die US-Großbank Citigroup (+6,3%) erwartet 2013 weitere Kursgewinne bei europäischen Aktien. Eine Umschiffung der drohenden Fiskal-Klippe in den USA dürfte sich dann ebenfalls positiv in den Aktienkursen niederschlagen. Durch das Sparprogramm und die Streichung von 11.000 Arbeitsplätzen wird die Citi 2013 etwa 900 Millionen Dollar einsparen, 2014 sollen es 1,1 Milliarden sein.
Der Aktienkurs von Facebook (+0,9%) ist seit dem verpatzten Börsenstart im Mai wieder um gut 40 Prozent gestiegen. Experten begründen das auch mit einem soliden Geschäft des sozialen Netzwerkes. In der kommenden Woche wird Facebook zudem im Nasdaq 100 notiert werden.
Der weltgrößte Chiphersteller Intel besorgt sich sechs Milliarden Dollar am Kapitalmarkt, um damit das laufende Aktienrückkauf-Programm zu finanzieren. Die Hälfte der Summe machen Anleihen mit fünf Jahren Laufzeit aus.
Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing muss sich bei seinem Vorzeigejet 787 "Dreamliner" mit undichten Treibstoffleitungen herumschlagen. Nach Problemen müssen nun alle Maschinen des Typs untersucht werden.
Der US-Online-Video-Verleiher Netflix hat einen exklusiven Vertrag mit dem Entertainment-Konzern Walt Disney abgeschlossen. Netflix hat damit in Zukunft exklusive Rechte an den Neuproduktionen.
Das US-Internetauktionshaus eBay hat gemeinsam mit der Tochter PayPal in Berlin seinen ersten stationären Kaufraum eröffnet. Nutzer können dort u.a. mit ihrem Smartphone einkaufen, indem sie den QR-Code einscannen.
Am Donnerstag schauen wir von Konjunkturseite auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und den Challenger Job Cut Report.


