Von Laurence Norman
BRÜSSEL--Spanien kann mit der Sanierung von vier kleineren Banken loslegen. Die EU-Kommission bestätigte, dass die Restrukturierungspläne für Liberbank, Caja3, Banco Mare Nostrum und Banco CEISS nicht gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen. Laut EU-Wettbewerbsbehörde brauchen die vier Institute zusammen eine Kapitalspritze von 1,87 Milliarden Euro. Das seien aber nur weniger als 30 Prozent der Kapitallücke von insgesamt 6,25 Milliarden Euro. Das fehlende Geld soll durch die Verlustübernahme der Eigner, den Verkauf von Vermögen und das Auslagern fauler Kredite an die spanische Bad Bank zusammenkommen.
Die von der Kommission genehmigte Strategie sieht außerdem eine deutliche Straffung der Bilanzen vor. Im Fall von Liberbank, CEISS und Banco Mare Nostrum sollen die Bilanzsummen bis 2017 zwischen 25 und 40 Prozent schrumpfen. Vergleichswert ist das Jahr 2010. Caja3 wird hingegen vollständig in der größeren Ibercaja aufgehen.
Die Euro-Partner haben Spanien bis zu 100 Milliarden Euro an Hilfen für den zum Teil maroden Bankensektor versprochen. Offiziell beantragt hat Madrid 37 Milliarden Euro und damit deutlich weniger als zunächst befürchtet. Das Geld wird über den nationalen Bankenrettungsfonds FROB ausgezahlt. Die EU-Kommission hatte bereits Anfang Dezember der Sanierung der Großbanken Bankia SA, NCG Banco, Catalunya Banc and Banco de Valencia zugestimmt.
Einen Großteil ihrer faul gewordenen Forderungen auf Immobilienkredite und im Wert stark geminderte Häuser, Wohnungen und Grundstücke aus der Zeit des Immobilienbooms können sie in eine Bad Bank auslagern.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/DJN/chg/bam
(END) Dow Jones Newswires
December 20, 2012 06:35 ET (11:35 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.