Auch der Commerzbank traut der Bankenexperte wenig Kurspotenzial zu nach dem fulminanten Jahresauftakt: "Die Bank befindet sich in einer Restrukturierungsphase, die erst mal kostet", so Konrad Becker, Merck Finck & Co. "Ob jetzt wirklich die erwarteten Verbesserungen gerade im Privatkundengeschäft zu sehen sind, weiß man nicht, das muss erst noch die Zukunft zeigen." Zudem würden sich weiterhin Risiken aus möglichen Konjunkturverschlechterungen ergeben. Schließlich sei die Commerzbank der größte Kreditgeber des deutschen Mittelstandes. "Ob wir da eine spürbare Verbesserung im Kurs sehen, da bin ich sehr skeptisch", so Becker weiter. Mehr zur Commerzbank und der Aareal Bank erfahren Sie in der Analyse.
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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