Gute Konjunkturdaten aus China und
optimistische Aussagen der Europäischen Zentralbank haben am
Donnerstag an den New Yorker Börsen die Kurse gestützt. Der
Leitindex Dow Jones legte zuletzt um 0,32 Prozent auf
13.433,02 Punkte zu, auch wenn es zwischenzeitlich so aussah, als ob
er nachhaltig ins Minus abdriften würde. Der breiter gefasste S&P
500 Index stieg um 0,41 Prozent auf 1.466,94 Punkte und
näherte sich so wieder dem im September erreichten Fünfjahreshoch
bei 1.474 Punkten. An der Nasdaq lag der Composite-Index knapp mit 0,09 Prozent im Plus bei 3.108,54 Zählern. Der
Auswahlindex Nasdaq 100 stieg dort um 0,10 Prozent auf
2.730,33 Punkte.
"China ist auf dem Weg der Genesung und zudem haben die
Kommentare von Mario Draghi dem Markt nach oben verholfen", sagte
ein Marktbeobachter. Der chinesische Außenhandel hatte im Dezember
überraschend stark an Schwung gewonnen: Die Exporte hatten so stark
zugelegt wie seit über einem halben Jahr nicht mehr zu. Außerdem
hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) anlässlich
des Zinsentscheids davon gesprochen, dass sich die Konjunktur im
Euroraum bald erholen dürfte. Positiv gewertet wurde am Markt auch,
dass die Entscheidung, den europäischen Leitzins unverändert zu
belassen, einstimmig gefallen war.
Im Dow Jones waren die Aktien von Microsoft mit minus
1,31 Prozent das Schlusslicht. Ein Marktforschungsunternehmen hatte
zuvor davon gesprochen, dass der Softwarekonzern unter dem Druck von
Tablet-PCs und Smartphones weiterhin Marktanteile mit seiner
computerlastigen Windows-Anwendungen einbüßen könnte. Außerdem gaben
Wal-Mart-Titel um ein halbes Prozent nach: Laut zwei
Kongressabgeordneten soll Konzernchef Mike Duke über einen möglichen
Bestechungsfall in Mexiko informiert gewesen sein. Der Brief der
Abgeordneten enthalte keine neuen Informationen, betonte eine
Unternehmenssprecherin.
Spitzenreiter waren dagegen die Aktien der Bank of America
, die im insgesamt sehr gefragten Finanzsektor um gut drei
Prozent zulegten. Außerhalb des Leitindex zogen die Aktien von Ford
um zweieinhalb Prozent an, nachdem der Autobauer seine
Dividende für das erste Quartal 2013 auf zehn US-Cent verdoppelt
hat. Der Konzern begründete die angehobene Auszahlung mit
rekordhohen Gewinnmargen, die den Bargeldbestand deutlich nach oben
getrieben hätten.
Für die Anteilsscheine von News Corp ging es um 1,80
Prozent nach oben. Händler verwiesen darauf, dass das Analysehaus
Bernstein die Aktien des Medienkonzerns zum Kauf empfohlen habe. Die
Tiffany-Papiere sackten dagegen wegen enttäuschender
Prognosen um fünf Prozent ab. Der Edeljuwelier rechnet damit, dass
der Gewinn im Ende Januar auslaufenden Gesamtjahr nur das untere
Ende der bisher angepeilten Zielspanne erreicht./tih/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0261 2013-01-10/20:16