Die Wall Street hat am Donnerstag an ihre
Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Gute Konjunktursignale aus China
und Hinweise auf ein Abflauen der Euro-Schuldenkrise stimmten die
Anleger weiterhin risikobereit. Der Leitindex Dow Jones schloss 0,60 Prozent höher bei 13.471,22 Punkten und damit in
Reichweite des Tageshochs. Der breit gefasste S&P 500 kletterte um 0,76 Prozent auf 1.472,12 Punkte - und erreichte auf
Schlusskursbasis den höchsten Stand seit fünf Jahren. An der Nasdaq
rückte der Composite-Index um 0,51 Prozent auf 3.121,76
Zähler vor. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,61
Prozent auf 2.744,18 Punkte.
"China ist auf dem Weg der Genesung und zudem haben die
Kommentare von Mario Draghi dem Markt nach oben verholfen", sagte
ein Marktbeobachter. Der chinesische Außenhandel hatte im Dezember
überraschend stark an Schwung gewonnen: Die Exporte hatten so stark
zugelegt wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Außerdem hatte
der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) anlässlich des
Zinsentscheids davon gesprochen, dass sich die Konjunktur im
Euroraum bald erholen dürfte. Positiv gewertet wurde auch, dass die
Entscheidung der Notenbank, den Leitzins unverändert zu belassen,
einstimmig gefallen war.
BANK OF AMERICA AN DER SPITZE
Spitzenreiter im Dow Jones waren die Aktien der Bank of America
, die im insgesamt sehr gefragten Finanzsektor um gut drei
Prozent anzogen. Auf den Rängen folgten Aktien von Hewlett-Packard
mit einem Aufschlag von 2,71 Prozent und die Intel-Titel
mit plus 1,68 Prozent. Schlusslicht waren dagegen die
Alcoa-Anteile , die am Vortag trotz guter Zahlen schon nicht
hoch im Kurs der Anleger gestanden hatten. Sie büßten 1,21 Prozent
ein. Auch Microsoft gehörten mit fast einem
Prozent zu den wenigen Verlierern.
Außerhalb des Leitindex zogen die Aktien von Ford um
2,67 Prozent an, nachdem der Autobauer seine Quartalsdividende auf
zehn US-Cent verdoppelt hatte. Der Konzern begründete dies mit
rekordhohen Gewinnmargen, die den Bargeldbestand deutlich nach oben
getrieben hätten. Papiere von Supervalu preschten um mehr
als 14 Prozent vor: Der Supermarktbetreiber gibt mehrere seiner
Handelsketten an eine vom Finanzinvestor Cerberus angeführte
Investorengruppe ab.
TIFFANY-PROGNOSE ENTTÄUSCHT
Für die Anteilsscheine von News Corp ging es außerdem
um gut zwei Prozent nach oben. Händler verwiesen auf eine
Kaufempfehlung des Analysehauses Bernstein. Die Tiffany-Papiere
sackten dagegen wegen enttäuschender Prognosen um
viereinhalb Prozent ab. Der Edeljuwelier stellt für das Ende Januar
auslaufende Gesamtjahr nur noch das untere Ende seiner bisher
angepeilten Zielspanne in Aussicht./tih/he
ISIN US2605661048 XC0009694271 US6311011026 US78378X1072
AXC0276 2013-01-10/22:25